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Niereninformationstag der IG "Niere.Kärnten"

12.03.2017
LHStv.in Prettner: Versorgung konnte in allen Bereichen verbessert werden, Neuerkrankungen sinken


Klagenfurt (LPD). Die Interessensgemeinschaft "Niere.Kärnten" unter Obmann Gernot Waste lud heute, Sonntag, zum Niereninformationstag ins Bildungshaus Schloss Krastowitz. Informiert wurde in hochkarätig besetzten Fachvorträgen über Arten der Nierenersatztherapie, Transplantationsverfahren oder auch Sport und Bewegung als Gewinn für Dialysepatienten. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner, die anhand aktueller Zahlen ein durchaus positives Bild der Versorgungslandschaft in Kärnten zeichnete.

"Das Leben mit einer Nierenerkrankung ist schwer, kann aber durch entsprechende Therapieformen erleichtert werden. Besonders erfreulich ist, dass wir uns in Kärnten, was diese Angebote anbelangt, in den vergangenen Jahren merklich verbessern konnten", so Prettner. So werden mit den 81 zur Verfügung stehenden Plätzen jährlich in etwa 43.800 Dialysen durchgeführt. Aber auch was Nierentransplantationen betrifft, sei Kärnten auf einem vorbildlichen Weg. "Waren wir 2011 im Bundesländervergleich noch an vorletzter Stelle, so befinden wir uns seit 2015 im guten Mittelfeld", zeigte die Gesundheitsreferentin auf. Erfreulich sei, dass die Zahl der Neuerkrankungen mit nötiger Nierenersatztherapie in Kärnten rückläufig sind - hier wurde für Kärnten im Bundesländervergleich 2011 noch der zweithöchste Wert ausgewiesen, jetzt ist dieser mit 80,7 der zweitniedrigste Wert. Zurückzuführen sei dies in erster Linie auf entsprechende Vorsorgeprojekte und die verstärkte Aufmerksamkeit im medizinischen Bereich, um die Früherkennung zu verbessern, meinte Prettner.

Übrigens: Im Landeszielsteuerungsvertrag wurde vereinbart, die Initiative "Niere schützen" nach dem Vorbild der Steiermark umzusetzen. Diese soll dazu beitragen, Risikopatienten künftig über Besuche bei Allgemeinmedizinern noch besser und vor allem früher identifizieren zu können. So sollen Zuweisungen zum Facharzt für Innere Medizin und/oder Nephrologiezentrum künftig aufgrund der Ergebnisse der Laborparameter nach einem festgelegten Überweisungsschema erfolgen. Umsetzungsstart wird in Kärnten noch 2017 sein. In Kärnten befanden sich Ende 2014 genau 1.144 Personen in einer Nierenersatztherapie, davon 554 mit funktionierenden Transplantaten, 50 Peritonealdialyse-Patienten und 540 Hämodialyse-Patienten.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Leifert/Böhm