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Bienenjahr 2017 unter dem Motto „Kärnten blüht auf“

13.03.2017

LR Benger: 2016 war erfreuliches Bienenjahr – 2017 startet mit „Bienen-Einmaleins“ für Gemeinden – Kärnten braucht mehr Blühflächen



Klagenfurt (LPD). Das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Biene für die gesamte Gesellschaft und die Nahrungsmittelversorgung zu steigern, sei das Ziel 2017, sagt heute, Montag, Agrarreferent LR Christian Benger. „Unser Motto ist klar: Kärnten blüht auf. Um die Bienenwirtschaft, die notwendige Bestäubung der Kulturpflanzen, damit die Ernährungssicherheit zu forcieren, brauchen wir mehr Blühflächen“, so Benger. Im Vorjahr seien auf Initiative des Agrarlandesrates, der Landwirtschaftskammer, der Gärtner sowie der Jäger und der Kärntner Saatbau auf öffentlichen Plätzen und um Schulen rund 90.000 Quadratmeter Blühflächen angelegt worden, um das Nahrungsangebot für Bienen möglichst flächendeckend und vor allem über alle Erntezeiten hinaus sicher zu stellen. „Ein Spitzenwert, aber es geht noch mehr“, fordert Benger für 2017.


Vor allem Gemeinden seien gefordert, auf ihren öffentlichen Flächen Bienenweiden anzulegen. Denn ab Juni, wenn die Kulturlandschaft großflächig abgeerntet ist, entstehe bei den Bienen Futtermangel. Die Blühflächen-Aktion soll dem entgegen wirken und das Bewusstsein für die heimische Biene und die regionalen Lebensmittel stärken.


Die Gemeinden werden dieser Tage schriftlich informiert und auf die Errichtung von Blühflächen aufmerksam gemacht. Zusätzlich erhalten sie die neue Infobroschüre „Bienen schwärmen“, ein Bienen-Einmaleins, um mehr über die Notwendigkeit der Bienen, der Bienenwirtschaft, die Carnica, ihre Haltung und Zucht zu erfahren.


Erfreulich sei das Interesse an der Bienenwirtschaft. „Das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Biene im natürlichen Kreislauf steigt ständig. Der Bedarf nach regionalen Lebensmitteln auch. Diese Kombination sorgt für mehr Bienenzüchter in Kärnten“, betont Benger. Denn seit dem Vorjahr gebe es 360 neue Bienenhalter. Im Jahr 2015 seien es 283 gewesen. Insgesamt gebe es in Kärnten rund 3.200 Imkerinnen und Imker mit über 33.000 Bienenvölkern.


„Wir können auf ein erfreuliches Bienen-Jahr 2016 zurückblicken. Die Honigernte mit über 500.000 Kilogramm Honig ist sehr zufriedenstellend“, so Benger. Dem zugrunde liege ein 7-Punkte-Bienenprogramm aus dem Jahr 2015, das auf Grund eines dramatischen Ausfalls im damaligen Winter notwendig geworden war. Durch die Schulungen und durch das Varroa-Behandlungskonzept seien die Bienenvölker gesundet und würden die Fälle von bösartiger Faulbrut merklich zurückgehen. „Das Bienenprogramm hat gegriffen, im Jahr 2016 haben wir die sonst üblichen Ausfälle erwartet und die Erwartungen traten ein“, berichtet Benger.


Die Honigernte, sowie das große Interesse an der Bienenwirtschaft würden laut Benger auch die Wichtigkeit der Bienenwirtschaft für die regionale Lebensmittelversorgung belegen.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Sternig