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KULTUR

Carinthian Film Commission: Kärntner Film-Szene dreht auf

15.03.2017
LR Benger: Erfolgsgeschichte Filmförderung – Jeder Fördereuro wird durch Filmschaffende vervierfacht – Erster Call 2017: Neun Projekte, 178.000 Euro vergeben


Klagenfurt (LPD). Seit 2015 gibt es die Carinthian Film Commission (CFC), die gegründet wurde, um die heimische Filmszene anzukurbeln und zu unterstützen. Die CFC ist Ansprechpartner und Förderabwickler. Initiator Kulturlandesrat Christian Benger fasst zusammen: „Wir haben aufs richtige Pferd gesetzt. Die Kärntner Filmszene dreht richtig auf. Das beweisen die Projekte, deren Qualität, die Anträge, die Wertschöpfung.“ Vor allem die Vorgaben durch die Förderrichtlinien machen sich bezahlt. Demnach muss jedes Projekt einen Kärnten-Bezug vorweisen und die Ausgaben für einen Film müssen hauptsächlich in Kärnten erfolgen.


Auch der jüngste Call kann wieder großartige Projekte vorweisen. Der Beirat der CFC hat Ende Februar die Einreichungen begutachtet und bewertet und über die Fördervergaben entschieden. „Im Beirat sitzen Experten aus verschiedenen Bereichen, damit die Einhaltung der Förderrichtlinien garantiert erfolgt“, betont Benger. Neun Projekte wurden in diesem ersten Call 2017 mit einer Summe von 178.000 Euro gefördert. Dazu zählen Projekte wie „Harri Pinter – Drecksau“ von Graf Film, Universum „Wildes Österreich“ von ScienceVision Filmproduktion oder „Turmfalken“ von PKM Filmproduktion, sowie „Die Supernase“ von LISA Film.


Auf der Tagesordnung stand weiters die Neuwahl des Vorsitzenden und dessen Stellvertreter. Arno Russegger wurde einstimmig wieder zum Vorsitzenden bestellt, sein Stellvertreter ist Jakob Groll, ebenso einstimmig gewählt.


Für über 30 Projekte hat die CFC seit 2015 in Summe 672.000 Euro an Förderungen ausgeschüttet. Der direkte Effekt für Kärnten, also die tatsächlichen Ausgaben während der Dreharbeiten in Kärnten, belaufen sich auf 2,784 Mio. Euro. „Die Evaluierung der Filmförderung bestätigt den Nutzen für Filmschaffende, das Tourismusland und die Wertschöpfung“, erklärt Benger. Daher betrage das Budget für die Filmförderung auch 2017 wieder 350.000 Euro. „Jeder eingesetzte Fördereuro wird vervierfacht. Das sollte bei anderen Förderungen auch so sein“, so Benger. Der Werbewert für Dokumentationen wurde eigens errechnet. Sechs Dokumentationen mit einem Förderbeitrag des Landes in Höhe von 101.000 Euro haben einen Werbewert von 1,349 Mio. Euro für Kärnten erwirkt.


Begeisterung lässt der Obmann des CFC-Förderbeirates, Arno Russegger, aufkommen. „Wir haben in den zwei Jahren eine breite Resonanz erreicht und beachtliche Einreichungen erhalten. Kärnten hat wieder eine lebendige Filmszene“, fasst Russegger zusammen. Es sei in allen Bereichen zu merken, dass das Interesse an Filmproduktionen wieder steige. Russegger sieht in der Filmförderung einen neuen Impuls für Kärnten. „Immerhin werden aus einem Förder-Euro vier Wertschöpfungs-Euro“, bestätigt Russegger. Die Filmförderung ist laut CFC-Beirat eine Erfolgsgeschichte, denn es kommen wieder internationale Filmproduzenten nach Kärnten, es sei der wirtschaftliche Effekt fürs Land gegeben. Gefördert wurden Dokumentationen, Kinofilme und TV-Filme. Kurzfilme werden weiterhin vom Kulturreferat des Landes selbst gefördert.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm