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Gesundheitsreferenten einig: Zugangsbeschränkungen zum Medizinstudium lockern

16.03.2017
Konferenz der Gesundheitsreferenten der Bundesländer in Innsbruck - Auf Vorschlag von LHStv.in Prettner soll Zugangsbeschränkung zum Medizinstudium geändert werde



Klagenfurt (LPD). Die Gesundheitsreferenten haben bei ihrer Konferenz heute, Donnerstag, in Innsbruck ein gemeinsames Bekenntnis zur neuen Primärversorgung (PHC-Gesetz) abgelegt. Die Bedenken der Ärztekammer sind für die Landesräte nicht nachvollziehbar. "Geschlossen wollen wir den eingeschlagenen Weg weitergehen", so Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner. Sie betonte einmal mehr: "Die geplanten Primärversorgungseinheiten (PVE) sind eine Ergänzung zum bewährten Hausarztsystem. Keinesfalls bedeuten sie eine Schwächung oder gar Zerschlagung des Hausarztbereiches." Vielmehr gehe es bei der zusätzlichen Primärversorgung darum, die Versorgung in ländlichen Regionen sicherzustellen und für Patienten mehr Service
aufgrund längerer Öffnungszeiten anzubieten. Auch die Ärzte würden profitieren, so Prettner: Gespräche mit niedergelassenen Ärzten hätten gezeigt, dass Kooperationen, wie die
Primärversorgungseinheiten, gewünscht seien, da sie eine gewisse Planbarkeit in den Beruf bringen. In persönlichen Gesprächen mit Medizinern habe sie eine gute Zustimmung zu den PVE erfahren.

Gefordert wurde von LHStv.in Prettner zudem eine Aufhebung - oder zumindest eine Verbesserung - der Zugangsbeschränkungen zum Medizinstudium. Beschlossen wurde einstimmig, den zuständigen Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner aufzufordern, in einem ersten Schritt für eine deutliche Anhebung der Studienplätze mit Evaluierung der Aufnahmeprüfungsmodi (verstärkte Berücksichtigung der sozialen Kompetenzen) zu sorgen. "Einig sind sich die Gesundheitsreferenten darin, dass wir mehr Medizinstudenten benötigen", so Prettner. "Und nicht zuletzt geht es auch darum, jungen Menschen die Chance zu geben, ihren Traumberuf ergreifen zu dürfen."

Bekannt haben sich alle Referenten zur Gesundheitsreform: Bund, Länder und Sozialversicherungen wollen die anvisierten und definierten Ziele zügig im Sinne einer bestmöglichen Gesundheitsversorgung umsetzen", so Prettner. Gestartet wird auch mit einer telefonischen Gesundheitsberatung: Vorerst in drei Pilotregionen in Vorarlberg, Niederösterreich und Wien. "Auch Elga macht Fortschritte: Er ist mittlerweile gut aufgestellt und bewährt sich", informiert die Gesundheitsreferentin.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Beate Prettner
Redaktion: Grabner/Stirn