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Regierungssitzung 4 - Förderprogramm für weniger Feinstaub in Klagenfurt und Ebenthal

21.03.2017
LR Holub: 500.000 Euro werden für den Austausch von 100 alten Festbrennstoffheizungen auf energieeffiziente Heizsysteme aufgelegt - LR Benger stockt Förderung für jene auf, die heimische Firmen nehmen


Klagenfurt (LPD). Ein umfassendes Förderprogramm für weniger Feinstaub und mehr Energieeffizienz in Ebenthal und Klagenfurt legte Umweltreferent Rolf Holub heute, Dienstag, dem Kärntner Regierungskollegium vor: "Sowohl Klagenfurt als auch Ebenthal sind Feinstaubsanierungsgebiete. Um in Zukunft auf weniger Feinstaub-Überschreitungstage im Jahr zu kommen, wurde heute ein umfassendes Förderprogramm für den Ersatz von Festbrennstoffheizungen, die mindestens 20 Jahre alt sind, beschlossen. Damit sollen die Emissionen von Feinstaub messbar verringert werden", erklärte Holub im Anschluss an die Regierungssitzung im Pressefoyer.

LR Christian Benger sieht darin ein Pilotprojekt, das auch zu wiederholen sein werde. Aus dem Wirtschaftsreferat unterstützt er den Austausch alter Öfen, wenn dabei heimische Firmen zum Zug kommen. "Wir müssen mit dem öffentlichen Geld einen Mehrfachnutzen erzeugen. Wer seine alte Heizung austauscht und dafür eine heimische Firma nimmt, erhält einen Regionalitätsbonus in Höhe von max. 500 Euro zusätzlich zur Förderung von LR Holub", erklärte Benger. Somit solle auch die Wertschöpfung dieser Austausch-Aktion in Kärnten bleiben. "Wenn wir Steuergeld in die Hand nehmen und die Menschen ihr Einkommen für Investitionen verwenden, soll das Geld im Land bleiben, um hier den Wirtschaftskreislauf in Schwung zu halten", sagte Benger.

Die Abwicklung werde einfach und unbürokratisch erfolgen. Ziel des Förderprogramms sei es, zumindest 100 Festbrennstoffheizungen in Klagenfurt und Ebenthal auf energieeffiziente Holzheizungen oder auf Fernwärmeanschlüsse umzurüsten. Der Ersatz von Festbrennstoff-Heizungsanlagen wird ausschließlich für Wohngebäude und Wohnungen, die als Hauptwohnsitz gemeldet sind, gefördert. Die Förderhöhe beträgt dabei höchstens 30 Prozent der anrechenbaren Kosten.

Gefördert werden der Einbau von Scheitholz-, Pellets- oder Hackgutkessel, der Einbau einer Wärmeverteilung, die Installation von Solarthermieanlagen oder der Anschluss an eine Fernwärme: "Das Förderprogramm unterstützt Maßnahmen, die für eine spürbare Feinstaubreduktion in Klagenfurt und Ebenthal sorgen. Damit gehen wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung, um die Luftqualität in der Landeshauptstadt zu verbessern", so der Umweltreferent.

Um über den Zweck und Inhalt der neuen Förderungsmöglichkeit umfassend zu informieren, werden in Zusammenarbeit mit den beiden Gemeinden je zwei Informationsabende in Ebenthal und Klagenfurt stattfinden, informierte Holub.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub/
Büro LR Benger
Redaktion: Rauber/Robitsch/Brunner