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Regierungssitzung 5 - So weiblich ist die Landesverwaltung

21.03.2017
LHStv.in Prettner legte Gleichbehandlungsbericht vor - 47 Prozent Frauenanteil in der Landesverwaltung, aber kaum Frauen in Führungspositionen -Teilzeit ist massiv weiblich


Klagenfurt (LPD). Wie sieht die Frauensituation in der Kärntner Landesverwaltung aus? "Zwiegespalten", so die zuständige Frauenreferentin Beate Prettner, die in der heutigen Regierungssitzung dem Kollegium den Gleichbehandlungsbericht 2016 vorgelegt hat. Das Positive zuerst: Von den 3102 in der Landesverwaltung tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beträgt der Frauenanteil 47 Prozent. Davon arbeiten im Amt der Kärntner Landesregierung 2377 Personen, wobei die Frauenquote mit 954 Mitarbeiterinnen bei 40 Prozent liegt.

Nicht minder positiv ist die Tatsache, dass in der höchsten Verwendungsgruppe A/a 45 Prozent Frauen sind. "Wenig erfreulich zeigt sich die Situation allerdings im Bereich der Führungspositionen", so die Referentin. "Von den zehn Abteilungsleitern sind nur zwei Frauen. Die Bezirksverwaltungsbehörden werden von sieben Männern und einer Frau geleitet und bei den Verwaltungsdirektoren sind nur drei von acht weiblich", bedauert Prettner "die weibliche Unterrepräsentation".
Ganz anders das Bild bei der Teilzeitarbeit: Von den 652 MitarbeiterInnen, die Teilzeit arbeiten, sind enorme 85 Prozent weiblich.

Bedauerlich findet Prettner, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen - "Forcierung der Väterkarenz, Frauen gezielt zur Bewerbung um Führungspositionen zu ermutigen, Mentoringprogramm, Höherqualifizierungen von Frauen und weitere Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie" - nicht einstimmig angenommen wurden.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Brunner