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Inkontinenz-Lösung: Kein Pflegling zahlt dazu

22.03.2017
LHStv.in Beate Prettner präsentierte Lösung nach heutiger Verhandlungsrunde mit Kärntner GKK


Klagenfurt (LPD). "Kein betroffener Pflegeheimbewohner wird durch die Inkontinenz-Systemumstellung seitens der Kärntner GKK finanziell belastet", stellte heute, Mittwoch, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner klar. Nach zwei Monaten "System neu" mit individuellen negativen Auswirkungen und strittigen Fragen zwischen Land und GKK hat die Gesundheitsreferentin die GKK-Spitze heute zu einer weiteren und erweiterten Gesprächsrunde gebeten.

"In intensiven Verhandlungen haben wir nach einer gemeinsamen Lösung gesucht und uns auf eine solche auch geeinigt", so Prettner. "Ich habe von Anfang an darauf bestanden, dass kein Betroffener zur Kasse gebeten wird. Die Einigung stellt nun genau das sicher", zeigte sich Prettner zufrieden.

Die Einigung im Detail: Die GKK wird den Pflegeheimen so genannte Rahmenvereinbarungen anbieten. Diese sehen einen Pauschalbetrag für Inkontinenzprodukte pro Pflegling und Monat vor. "Damit müsste für alle das Auslangen gefunden sein", ist GKK-Direktor Johann Lintner überzeugt. Wo und von wem die Heimbetreiber in der Folge die Inkontinenzprodukte beziehen, bleibe jedem überlassen. "Die Gespräche mit den Heimbetreibern werden so rasch wie möglich -unmittelbar nach Vorliegen der Rahmenvereinbarungen - aufgenommen", so Lintner. Angestrebt wird die Umsetzung der Inkontinenz-Lösung jedenfalls mit Mai.

"In der Zwischenzeit springt das Land ein: Wir werden die anfallenden Mehrkosten bei Härtefällen abfedern", sicherte Prettner den Betroffenen Hilfe zu. "Das Taschengeld der Pfleglinge bleibt unangetastet. Es kann nicht sein, dass jene, die ohnehin wenig haben, Zuzahlungen leisten müssen."


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger