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WIRTSCHAFT

Tourismus im Februar: Ankünfte-Rekord aber Nächtigungsminus

27.03.2017
LR Benger: Februar 2017 schließt mit neuem Ankünfte-Rekord (+4,8 %) – Rückgang der Nächtigungen: 38.800 (-4%) – Eine Nacht weniger, Inländer-Übernachtungen bringen Plus


Klagenfurt (LPD). „Es ist kein Geheimnis, dass unsere Beherberger einen harten Winter hinter sich haben. Beste Pistenverhältnisse bei fehlender Winterlandschaft, die nicht optimale Feiertagslage und Ferienverschiebungen bescheren uns ein Nächtigungsminus von 4,4 Prozent“, berichtet heute, Montag, Tourismuslandesrat Christian Benger. 942.449 Nächtigungen wurden gezählt. Auch der Feber schließt mit einem Nächtigungsminus von 4 Prozent (-38.800). Wobei zu berücksichtigen ist, dass durch das Schaltjahr 2016 die fehlende Nacht heuer alleine 33.836 Nächtigungen ausmacht (gemessen an den Daten Feber 2016).


„Ich betone ausdrücklich: Unser Tourismus ist besser als die Nächtigungszahlen, denn die sind nicht alles. Entscheidend ist für unsere Unternehmer, was in der Kasse bleibt und wie hoch die Bereitschaft für Investitionen ist. Das ist das beste Stimmungsbarometer“, weist Benger hin. Er erinnert an die Investitionsbereitschaft der Kärntner Touristiker, die mit 120 Mio. Euro, beginnend im Jahr 2016, einen neuen Rekord bringt.


Auch bei den Ankünften hat Kärnten einen neuen Rekord im Februar zu verzeichnen. 208.277 Ankünfte sind die meisten seit es die Aufzeichnungen gibt. Übrigens ein Plus zum Vorjahr in Höhe von 4,8 Prozent, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei 4,5 Tagen bei Gästen aus dem Ausland und bei 4,2 Tagen bei Inlands-Urlaubern. Der Inlandsgast ist im Februar Kärnten treu geblieben. So nahmen die Nächtigungen auch im Feber um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Die Gäste aus Österreich machen 38 Prozent der Gesamtnächtigungen im Februar aus.


Währenddessen fiel der Anteil der ausländischen Gäste um 7,2 Prozent geringer aus als im Februar 2016. Gäste aus den Niederlanden, der Slowakei und England kamen im Feber verstärkt (zw. +7,6 % und 16,2 %), Rückgänge sind aus den Herkunftsländern Deutschland, Italien, Kroatien oder Polen (zw. -4,2 % und 20,4 %) zu verzeichnen. So fielen die Winterferien der Bayern (-29,2%) im Vorjahr zur Gänze in den Februar, heuer lag ein Teil im März.


Werden die Herkunftsländer nach dem Nächtigungsaufkommen am Gesamtergebnis gereiht, liegt der Inlandstourismus vor dem Herkunftsland Deutschland an erster Stelle. An der dritten Stelle liegt Ungarn. Diese drei Herkunftsländer machen 65 Prozent der gesamten Nächtigungen im Februar aus (612.768).

Auch in den unterschiedlichen Beherbergungs-Kategorien mussten Rückgänge hingenommen werden. Nur der 3-Sterne-Bereich hat ein Nächtigungsplus von 2,1 Prozent. Immer beliebter wird das Wintercamping. Ein Plus von 24,7 Prozent (in Summe 6.194) bei den Nächtigungen wurde im Februar gezählt.


Einige Gemeinden im Detail: Hermagor (Nassfeld): -4,7 %; Bad Kleinkirchheim: -2,7 %; Rennweg/Katschberg: -2,7 %; Heiligenblut: -7,9 %; Mallnitz: -14,4 %; Flattach: -12,1%; Weißensee: +19,3 %; Reichenau/Turrach: +8,7 %; Steindorf: +2,7%; Treffen: +9 %



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm