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Gesundheitsland Kärnten 2017: Gesundheitsförderung vor Ort

27.03.2017
LHStv.in Prettner: Ernährung, Bewegung, seelisches Wohlbefinden und Sicherheit sind die Eckpfeiler der Gesundheitsförderung - Nächste Highlights: Gesunder Gemeinde Cup und Gesundheitspreis


Klagenfurt (LPD). "Gesundheitsförderung beginnt da, wo dem Menschen bewusst wird, dass er selbst vieles für seine Gesunderhaltung und Krankheitsvermeidung tun kann", erklärte heute, Montag, LHStv.in Beate Prettner im Rahmen der Pressekonferenz "Gesundheitsland Kärnten 2017".

Das Gesundheitsland Kärnten fußt auf den Eckpfeilern "Ernährung", "Bewegung", "seelisches Wohlbefinden" und "Sicherheit" - und organisiert gemeinsam mit den gesunden Gemeinden (davon gibt es mittlerweile 112) ein beachtliches Angebotsbündel: So konnten im Jahr 2016 gezählte 2.331 gesundheitsfördernde Maßnahmen umgesetzt werden. "Damit wurden 27.140 Kärntnerinnen und Kärntner erreicht", so die Gesundheitsreferentin. Übrigens: Die gesunden Gemeinden werden heuer im November ihr 15-Jahr-Jubiläum feiern. 2002 sind sie mit fünf Kommunen an den Start gegangen.

"Man kann nicht früh genug damit beginnen, Menschen zu motivieren, Freude an der Gesundheitsförderung zu haben", sagte Prettner. Dass die Maßnahmen von Land und gesunden Gemeinden fruchten, zeigt eine Studie, die die adäquate Gesundheitskompetenz von Kärntner Schülerinnen und Schüler erforscht hat. "Das beeindruckende Ergebnis: Schüler aus gesunden Gemeinden sind mit höherer Gesundheitskompetenz ausgestattet als jene, die nicht aus gesunden Gemeinden kommen", informierte Prettner. Die Kinder konnten gezielte Gesundheitsfragen besser beantworten und wussten über die Zusammenhänge von Ernährung bzw. Bewegung und Gesundheit Bescheid. "Bildung und Gesundheit sind siamesische Zwillinge. Es ist uns deshalb auch ein besonderes Anliegen, schon in Kindergärten und Schulen ein entsprechendes Bewusstsein zu fördern", erklärte Prettner.

Laut WHO sei tägliche Bewegung der effektivste Gesundheitsschutz für Herz, Kreislauf, aber auch gegen Tumorerkrankungen. "150 Minuten Bewegung in der Woche sind der Richtwert. Das heißt, wer jeden Tag 20 Minuten Zeit für Bewegung aufbringt, hat schon viel für sein Wohlergehen getan", so die Gesundheitsreferentin. Wichtig ist ihr auch die soziale Gesundheit - "oft wir unterschätzt, wie viel ein gutes soziales Umfeld zur Gesundheitsprävention beitragen kann." Heuer wird auf das Thema Demenz ein besonderes Augenmerk gelegt: dieses reicht von Vorträgen bis hin zu Pflegestammtischen.

Weitere Themen für 2017 sind neben dem Schwerpunkt Demenz vor allem der "Gesunde Gemeinde Cup", der heuer in 15 Kommunen ausgetragen wird. Start ist am 29. April in der Gemeinde Frantschach/St. Gertraud. "Bisher konnten wir 6.426 Teilnehmer mit dem "Gesunde Gemeinde"-Cup erreichen und sie damit zu einem gesünderen Lebensstil bewegen", informierte Franz Wutte, Leiter vom Gesundheitsland Kärnten.

Wutte verwies zudem auf den "Gesundheitspreis des Landes Kärnten". Nachdem dieser im Vorjahr aus budgetären Gründen ausgefallen war, wird er heuer wieder durchgeführt. "48 Projekte wurden bereits eingereicht", so Wutte. Ziel ist es, innovative und erfolgreiche Projekte in der Gesundheitsförderung auszuzeichnen und speziell auch die Verantwortlichen vor den Vorhang zu holen, die einen wesentlichen Beitrag zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden in der Kärntner Bevölkerung leisten. Laut Wutte sei das Gesundheitsland Kärnten deshalb so erfolgreich, weil die Gemeinden Beteiligte, also Partner, seien. "Der Effekt ist dadurch viel höher, als wenn wir mit einem Bauchladen durch das Land fahren und den Kommunen unsere Maßnahmen überstülpen würden", so Wutte.

Übrigens: Seit heute ist auch die neue Homepage des Gesundheitslandes online. "Sie bildet die Arbeit der Gesundheitsförderung des Landes in allen Facetten und mit allen Schwerpunkten und allen Maßnahmen und Projekten ab", so Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Brunner
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner