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VCÖ-Mobilitätspreis: Projekte und Konzepte für klimaverträgliche Mobilität gesucht

28.03.2017
LR Holub: Preis zeigt, mit welchen innovativen Projekten sich Kärntnerinnen und Kärntner für mehr Umwelt- und Klimaschutz einsetzen


Klagenfurt (LPD). Die Kärntnerinnen und Kärntner legen im Schnitt 2,5 Millionen Kilometer pro Tag mit dem Öffentlichen Verkehr, zu Fuß und mit dem Rad zurück, das entspricht der Distanz von 63 Mal um die Erde, macht der VCÖ aufmerksam. Aber der Verkehr ist in Kärnten der größte Verursacher von Treibhausgasen. Um den Klimazielen näher zu kommen, sind beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten Projekte und Konzepte für eine klimaverträgliche Mobilität und einen nachhaltigen Gütertransport gesucht.

Das UN-Klimaabkommen von Paris bedeutet den weltweiten Ausstieg aus fossilen Energieträgern, wie Kohle und Erdöl, bis zum Jahr 2050. Die Erreichung dieses Ziels ist wichtig, um die globale Erderwärmung unter 2 Grad Celsius zu halten. "Rund 90 Prozent der vom Verkehr benötigten Energie kommen derzeit aus Erdöl. Ein erdölfreies Verkehrssystem ist bis zum Jahr 2050 erreichbar, aber nur wenn wir schon heute Schritte in diese Richtung setzen", stellte VCÖ-Experte Markus Gansterer fest.

Mit dem Mobilitätsmasterplan 2035 habe das Land Kärnten ein wichtiges Maßnahmenpaket geschnürt, das sich neben der Verbesserung des umweltfreundlichen Verkehrs auch den UN-Klimazielen verschrieben habe, erklärte, heute, Dienstag, Verkehrsreferent LR Rolf Holub. "Wir wissen, dass gerade der Verkehr den Klimawandel stark anheizt. Eine Anteils-Verdoppelung des Öffentlichen Verkehrs sowie des Rad- und Fußverkehrs, wie sie der Mobilitätsmasterplan als Ziel definiert, sorgt für mehr klimaverträgliche Mobilität", so Holub.

In Kärnten ist der Verkehr der größte Verursacher von Treibhausgasen. Laut Umweltbundesamt kommen 35 Prozent der klimaschädlichen Emissionen vom Verkehr. Der VCÖ-Mobilitätspreis zeige jedes Jahr aufs Neue, mit welchen innovativen Projekten sich die Kärntnerinnen und Kärntner für mehr Umwelt- und Klimaschutz einsetzen, so Holub.

Auch Gerald Zwittnig von der ÖBB-Infrastruktur AG ruft zur Teilnahme am VCÖ-Mobilitätspreis auf und ergänzt: "Ab dem Jahr 2022 wird die gesamte Bahnstrecke in Kärnten elektrifiziert sein, das heißt der gesamte Bahnverkehr wird in Zukunft ohne Diesel auskommen und ausschließlich mit erneuerbarer Energie betrieben werden."

Beim VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten sind umgesetzte Projekte von Betrieben, Unternehmen, Gemeinden, Vereinen und Schulen gesucht, die zu mehr klimaverträglicher Mobilität oder zu nachhaltigen Gütertransport beitragen. Aufgerufen zur Teilnahme sind auch Start-Ups.Zudem werden beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten auch Forschungskonzepte, Ideen und Visionen für eine klimaverträgliche Mobilität mit Zukunft gesucht.

Einreichfrist ist der 9. Juni 2017, Einreichunterlagen und Informationen zum VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten gibt es unter www.vcoe.at und beim VCÖ unter (01) 8932697. Die Einreichungen werden von einer Fachjury bewertet und im September wird das am besten bewertete Projekt von VCÖ, Landesrat Holub und ÖBB ausgezeichnet.

I N F O: Einreichunterlagen und Informationen zum VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten www.vcoe.at und Telefon: (01) 893 26 97.



Rückfragehinweis: Büro LR Holub, VCÖ
Redaktion: Rauber/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Holub