News

WIRTSCHAFT

Auslandsstipendien für sechs Kärntner Exzellenzen

30.03.2017
LH Kaiser bei Stipendienverleihung von Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer Kärnten


Klagenfurt (LPD). Oxford, Cambridge, Heidelberg - dort und an anderen weltweit renommierten Universitäten werden jetzt sechs weitere junge Kärntnerinnen und Kärntner studieren und forschen. Unterstützt werden sie durch mit jeweils 10.000 Euro dotierte Exzellenz-Auslandsstipendien von Industriellenvereinigung (IV) und Wirtschaftskammer Kärnten. Vor ihnen haben diese schon 60 andere hochbegabte Studierende bekommen. Gestern, Mittwoch, am Abend fand an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt die Stipendienverleihung im Beisein von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser statt.

Kaiser betonte die Wichtigkeit, Exzellenzen zu fördern. Es müsse aber auch noch Kärntens Breite an Talenten, die großartige Forschung und Wissensvermittlung stärker nach Außen signalisiert werden. Aufgabe sei es zudem, Arbeitsplätze zu schaffen, die hochqualifizierte Fähigkeiten erfordern. "Es ist ein sehr langer, mühsamer Weg, aber wir haben in Kärnten sehr gute Voraussetzungen, Betriebe und Perspektiven", meinte der Landeshauptmann. Er appellierte an Studierende, ihre Chancen zu ergreifen und verwies auf weitere Unterstützungsmöglichkeiten wie das Kärntner Europa- oder das Gusenbauer-Stipendium.

Initiiert wurden die mittlerweile zum sechsten Mal verliehenen Exzellenz-Auslandsstipendien von IV Österreich-Vizepräsident Otmar Petschnig. Ziel sei es gewesen, eine Lücke im Stipendiensystem nach dem Bachelor-Abschluss zu schließen. Vor allem aber wolle man jungen Leuten Mut zur Leistung machen, so Petschnig. Man wolle Studierende dazu animieren, hinauszugehen, aber natürlich danach auch wieder zurückzukommen. "Kärnten bietet Perspektiven für Exzellente", betonte er und berichtete von einem Kärntner Netzwerk, das man mit den Stipendiatinnen und Stipendiaten bilde.

Auch IV Kärnten-Präsident Christoph Kulterer betonte, dass die Industrie Exzellenzen auf allen Ebenen brauche. Vor allem die sogenannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik wolle man schon bei Kindern "einpflanzen". Die IV entwickle und unterstütze daher Bildungsinitiativen von Kindergarten und Volksschule über HTLs bis hin zum universitären Bereich.

Wirtschaftskammer Kärnten-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner sagte, dass es auch der Wirtschaftskammer wichtig sei, was mit der Jugend von heute morgen passiert: "Wir haben die Verpflichtung, sie zu unterstützen." Sie dankte den Stipendiatinnen und Stipendiaten für ihre herausragenden Leistungen.

Rektor Oliver Vitouch zeigte sich stolz darauf, dass zwei der sechs Stipendiaten von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt kommen. Zusammen mit der Mathematikern Evamaria Ruß, die gestern sub auspiciis promovierte, sei es ein "Hattrick" für die Klagenfurter Uni.

Für die Jury berichtete der Vorsitzende Oliver Zlamal. Er sagte, dass es für die heurigen Stipendien 25 Einreichungen gegeben habe. Die Qualität der Arbeiten steige von Jahr zu Jahr: "Die Einreichenden begeistern uns jedes Mal aufs Neue", so Zlamal. Ganz vorne liegen bei den Einreichungen die MINT-Fächer, immer bedeutender werde dabei die medizinische Forschung. Voraussetzungen für ein Exzellenz-Auslandsstipendium sind mindestens ein Bachelor-Abschluss und ein maximales Alter von 29 Jahren, der Auslandsaufenthalt muss mindestens sechs Monate dauern.

Die Exzellenz-Auslandsstipendien 2017 gehen an Thomas Dorfer aus Himmelberg (war schon an den britischen Unis Sussex und Edinbourgh), Matthias Mitterbacher aus Klagenfurt (war an der englischen Uni in Warwick und wechselt nach Oxford), Daniel Neuhold aus Klagenfurt (kommt von der Uni Klagenfurt und geht an die University of California), Magdalena Rausch aus Völkermarkt (kommt von der Uni Graz und geht an das Krebsforschungszentrum in Heidelberg), Christian Truden aus Viktring (kommt von der Uni Klagenfurt und geht ans University College London) sowie Julia Woitischek aus St. Veit (kommt von der TU Graz und geht nach Cambridge).



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser; IV Kärnten/WK Kärnten
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: IV Kärnten/Eggenberger