News

POLITIK

Jugendreferenten einstimmig für Rauchen erst ab 18 Jahre

31.03.2017
LHStv.in Prettner: Anhebung des Schutzalters auf 18 Jahre wird mit Präventionsmaßnahmen Hand in Hand gehen - Annäherung bei Harmonisierung der Alkohol- und Ausgehzeitenbestimmungen


Klagenfurt (LPD). Die Anhebung des Rauchverbots von 16 auf 18 Jahre ist fix: Bei ihrer Tagung im niederösterreichischen Krems haben sich die Jugendlandesräte heute, Freitag, einstimmig für die Anhebung - und damit für ein einheitliches Gesetz - ausgesprochen. "Nicht nur das Schutzalter wird erhöht, sondern auch die damit zusammenhängenden Maßnahmen - Kontrollen und Sanktionen - werden verstärkt", informiert die Kärntner Jugendreferentin LHStv.in Beate Prettner. Es werde eine Präventions- und Kontrollpaket geschnürt, das Abgabe und Verkauf von Zigaretten, aber auch Bewusstseinsbildung umfasst.

Prettner spricht von "einem überfälliger Schritt": Mit Belgien und Luxemburg gehöre Österreich zu den letzten drei Ländern Europas, die Jugendlichen schon mit 16 Jahren das Rauchen erlauben. "Dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Lungenerkrankungen und dem Zigarettenkonsum gibt, kann niemand mehr ignorieren. Die Politik hat jedoch die Verpflichtung, die Gesundheit der Jugend bestmöglich zu schützen." In Richtung jener Kritiker, die immer wieder davon sprechen, dass man 16-Jährigen das Rauchen verbieten möchte, ihnen aber erlaube zu wählen, fügt sie hinzu: "Mir ist nicht bekannt, dass Wählen die Gesundheit gefährdet. Mit derartig leichtfertigen Argumentationen ist niemandem gedient - am allerwenigsten den jungen Menschen, die zum Großteil ihr Leben lang nicht mehr von den Zigaretten wegkommen." Ziel ist es nunmehr, die Anhebung des Rauchverbotes auf 18 Jahre bis Mai 2018 umzusetzen.

Ein Durchbruch ist den Jugendreferenten zudem in der Frage einer Vereinheitlichung der Alkohol- und Ausgehzeiten-Bestimmungen gelungen. "Alle Bundesländer haben Gesprächsbereitschaft signalisiert", so Prettner. Für die Kärntner Jugendreferentin wäre eine Harmonisierung der Jugendschutzbereiche "absolut logisch und daher sinnvoll." Eine Arbeitsgruppe wird installiert, die bis Mai 2018 ganz konkrete Umsetzungsschritte zu entwickeln hat. In die Vorbereitungen eingebunden werden auch die Suchtpräventionsstellen der Länder.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Böhm
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner