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Ostern ist das Fest der Regionalität

04.04.2017
Landesregierung einig - Genussland Kärnten sorgt für mehr Bewusstsein für heimische Lebensmittel - Übergabe von Osterkörben an die Regierungsmitglieder - Bestbieterprinzip verankert


Klagenfurt (LPD). "Ostern ist das Fest der Regionalität: heimisches Brauchtum wird gelebt und die Verwendung regionaler Lebensmittel sollte selbstverständlich sein, weil damit die heimische Wirtschaft und Arbeitsplätze gestärkt werden", sind sich die Mitglieder der Landesregierung heute, Dienstag, im Vorfeld der Regierungssitzung einig.

Anlass ist der Besuch von Barbara Wakonig, Obfrau des Kärntner Agrarmarketing und Fritz Auernig vom Genussland Kärnten. Sie überreichten jedem Regierungsmitglied einen Osterkorb mit heimischen Produkten. "Wir wollen damit das Bewusstsein für die Verwendung heimischer Lebensmittel stärken. Nicht nur die Konsumenten sind gefordert, auch öffentliche Institutionen können durch das Bestbieter-Prinzip heimischen Lebensmitteln den Vorzug geben", so Wakonig.

Die Landesregierung hat noch im Herbst 2016 das Bestbieter-Prinzip für die Lebensmittelbeschaffung im öffentlichen Bereich beschlossen. Damit kann regionalen Produkten der Vorzug gegeben werden und es müssen nicht Billigst-Lebensmittel beschafft werden. "Öffentliche Institutionen, deren Betrieb mit Steuergeld aufrecht erhalten wird, müssen ihren Beitrag leisten, wenn sie Lebensmittel benötigen und müssen diese in Kärnten kaufen", sind die Regierungsmitglieder überzeugt. Gemeint sind Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, Pflegeheime, auch für Veranstaltungen aller Art sollte diese Devise gelten.

Über 100 Genussland Kärnten Betriebe bieten jetzt vor Ostern die entsprechenden Produkte in ganz Kärnten für den Osterkorb an. Auch als Geschenk in Form von Genussland-Gutscheinen sind heimische Produkte zu erhalten. Durch die Genussland-Kärnten-Initiative konnten viele Betriebe ihre Umsätze steigern, bis zu 20 Prozent mehr Umsätze werden teilweise verzeichnet. Die Regierung habe daher im Spätherbst auch die Finanzierung für das Genussland wieder beschlossen. In Summe fließen rund 480.000 Euro, um heimische Lebensmittel mittels Marketingaktionen in den Vordergrund zu rücken und weitere Genusslandpartner in Gastronomie und Handel zu gewinnen.

Ein Beispiel für die gelungene Initiative ist die heimische Eierproduktion. Kärnten hat bei Eiern eine Selbstversorgungsrate von 95 Prozent. Das sind sechs Prozent über dem Österreich-Schnitt. 139 Legehennen-Betriebe gibt es in Kärnten mit über 466.000 Legehennen. 46 Betriebe sind als Bio-Freiland-Betriebe (23 Prozent der gesamten Eierproduktion) registriert mit über 113.000 Legehennen. Weitere 48 Betriebe halten ihre über 90.000 Hennen im Freiland (16 Prozent) und in 45 Betrieben erfolgt die Eier-Produktion in Bodenhaltung (61 Prozent) mit über 263.000 Hennen. Kärnten liegt mit der Anzahl der Betriebe und der Legehennen im Mittelfeld Österreichs.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Brunner
Fotohinweis: LPD