News

WIRTSCHAFT

Weniger Zettelwirtschaft für Investitionsförderung

09.04.2017
LR Benger: KWF-Richtlinie entstaubt - Erleichterungen bei Programm Investitionsförderung - Weniger Bürokratie, weniger Aufwand für Kleinunternehmen


Klagenfurt (LPD). "Weniger Bürokratie, mehr Effizienz. Wir ändern ein KWF-Programm für Kleinunternehmen, um die Hemmschwellen, aber vor allem, um die Zettelwirtschaft zu verringern", teilte heute, Sonntag, LR Christian Benger im Vorfeld der Regierungssitzung am Dienstag, mit, in der die Richtlinie beschlossen wird.

Auf der Tagesordnung steht die Änderung des KWF-Programms "Investitionsförderungen mit Innen- und Außenfinanzierung". Mit diesem Programm werden Investitionskosten von 10.000 bis 100.000 gefördert für die Modernisierung, die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, die Qualitätssicherung und -verbesserung oder den Aufbau neuer Geschäftsfelder.

"Was nützten die besten Programme, wenn die Unternehmer am Weg zur Förderung im Auflagendschungel ersticken. Mit diesem Beschluss erleichtern wir den Unternehmern die Antragstellung, sie müssen viel weniger Unterlagen beibringen", betonte Benger. Es reiche künftig die reine Bekanntgabe der Projektfinanzierung für eine Fördergenehmigung.
Vor allem für die Kleinunternehmen sei weniger Zettelwirtschaft ein wesentliches Argument, eine Förderung zu beantragen. "Wir stellen öffentliches Geld zur Verfügung, um in der Wirtschaft Impulse auszulösen. Es kann nicht sein, dass den Unternehmern die Lust vergeht, mit Förderungen zu investieren, weil die Zettelwirtschaft sie überfordert", sagte Benger.

Die zusätzlichen Nachweise bei Eigenmittel- oder Fremdfinanzierung fallen durch diese Änderung weg, beispielsweise Nachweise für die Finanzierung wie Cashflows, Zinserlöse und Umsatzerlöse. Bei Außenfinanzierungen ist der Nachweis von Bankenfinanzierung, Kreditverträgen zur kommerziellen Finanzierung, stille Beteiligungen oder Genussrechte nicht mehr nötig, ebenso wie die Angaben zu den Konditionen oder Nachweise über die Einbringung des Eigenkapitals.
Es müssen nicht mehr Förderweber und Bank innerhalb von sechs Wochen das Projekt annehmen. Ebenso wurden die Pflichten des finanzierenden Bankinstitutes reduziert. So musste bis dato der KWF beispielsweise einer etwaigen Änderung der Darlehensvereinbarung zustimmen.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger