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Bundesheer nahm Hubschrauberstützpunkt Klagenfurt wieder in Betrieb

13.04.2017
BM Doskozil, LH Kaiser und LR Köfer bei Vertragsunterzeichnung und symbolischer Schlüsselübergabe


Klagenfurt (LPD). Der Hubschrauberstützpunkt des österreichischen Bundesheeres am Flughafen Klagenfurt wurde heute, Donnerstag, in Anwesenheit von Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Gerhard Köfer offiziell wieder in Betrieb genommen. Dabei wurde auf seine Wichtigkeit vor allem auch für den Katastrophenschutz hingewiesen. Von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil gab es ein klares Bekenntnis zum Stützpunkt. Er erklärte, dass dieser personell permanent besetzt sein werde, mit Hubschraubern zu 80 bis 85 Prozent der Zeit. Deren Anzahl und Typus - bis hin zum "Black Hawk" - sollen sich nach Verfügbarkeit und insbesondere nach dem Bedarf vor Ort ergeben. Luftstreitkräftekommandant Brigadier Karl Gruber erklärte, dass das Bundesheer u.a. permanent Wetterlagen verfolge und präventiv plane. So sei die rasche Einsetzbarkeit von Hubschraubern auch an Wochenenden gesichert.

Doskozil erklärte, dass bei der strukturellen Neuausrichtung des Bundesheeres die Regionen wieder stärker in den Vordergrund rücken würden. In Klagenfurt seien früher Hubschrauber des Typs Alouette III stationiert gewesen. Nunmehr werde man sich was die Hubschrauber betrifft daran orientieren "was die Bevölkerung und das Land vor Ort benötigen". Der Minister verwies in diesem Zusammenhang u.a. auf den Einsatz im Katastrophenschutz, bei Hochwasser oder in der Brandbekämpfung. Er verhehlte nicht, dass das Bundesheer noch vor großen Herausforderungen stehe. Im Hubschrauberbereich gehe es um die personelle Aufstockung bei den Piloten und um ein Nachfolgemodell für die in wenigen Jahren auslaufende Alouette III. Klagenfurt könnte laut Doskozil zu einem wichtigen Stützpunkt für die Hubschrauberflotte werden. Er stellte klar, dass die Nutzung des Standortes am Flughafen Klagenfurt auch in der Vergangenheit nicht kostenlos gewesen sei, man habe Betriebskosten entrichtet. Durch die heute fixierte Miete ergebe sich für das Bundesheer ein jährlicher Mehrbedarf von 40.000 Euro.

Der Landeshauptmann bezeichnete den Hubschrauberstützpunkt Klagenfurt als Herzensangelegenheit Kärntens: "Wir können auf diese Einrichtung nicht verzichten." Als Katastrophenschutz- und Feuerwehrreferent hob er die Wichtigkeit der raschen Einsatzfähigkeit von Hubschraubern hervor. Ebenso verwies er auf die weithin bekannte gute Zusammenarbeit zwischen Bundesheer, Einsatzorganisationen, Exekutive und Behörden. Dass sich Anzahl und Typus der Hubschrauber in Klagenfurt nunmehr nach dem Bedarf vor Ort richten, bezeichnete er angesichts der vielfältigen Aufgabenstellungen als positive Neuerung. Über die Wiederinbetriebnahme des Stützpunktes werde er auch den Partnern in Slowenien und Italien berichten. Dass der Schutzgedanke des Bundesheeres positiv ausgeprägt sei, zeigt sich für Kaiser auch in der Sicherung der Goiginger-Kaserne in Bleiburg und der wiedererstarkten Militärmusik Kärnten. Auch für die Kasernen im Bereich Villach werde es bestimmt eine gute Entwicklung geben, meinte Kaiser und hob die besondere Verbindung der Kärntner Bevölkerung mit dem Bundesheer hervor.

Den Mietvertrag unterzeichneten Flughafendirektor Max Schintlmeister und Brigadier Tassilo Pawlowski als Leiter Infrastruktur im Generalstab. Es erfolgte auch eine symbolische Schlüsselübergabe an den Kommandanten der Flugbetriebskompanie Aigen, Oberstleutnant Hans Unterdechler. Unter den Anwesenden waren auch der zweite Landtagspräsident Rudolf Schober und Kärntens Militärkommandant Brigadier Walter Gitschthaler.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser; Militärkommando Kärnten
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Eggenberger