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Kärntens Gemeinden am Datenhighway: Ausbau-Maßnahmen im Überblick

20.04.2017
LHStv.in Schaunig: Förderprogramme von EU, Bund und Land werden in großem Umfang abgerufen - Priorität haben wenig erschlossene Gebiete


Klagenfurt (LPD). Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig legte heute den aktuellen Stand über den Anschluss der Kärntner Gemeinden und Haushalte an schnelles Internet sowie über die Nutzung der Förderprogramme von EU, Bund und Land der Öffentlichkeit dar.

"Im Mittelpunkt des von allen Parteien beschlossenen Breitband-Masterplans stehen die Kärntner Gemeinden und insbesondere der ländliche Raum", erläuterte Schaunig. Für die Koordinierung zuständig ist das Breitbandbüro. Die Förderprogramme des Bundes wurden von Kärnten bislang in hohem Ausmaß abgerufen. Aus dem Backhaul-Programm wurden 98 Prozent der Mittel abgerufen, aus dem Access-Programm (1. Call) waren es sogar 131 Prozent. Bis Ende 2020 wird eine flächendeckende Versorgung mit breitbandigem Ingternet angestrebt.

Bis Ende 2016 wurden aus den Bundes-Programmen Backhaul und Access bereits 50 Millionen Euro Investitionen in Kärnten generiert. Dazu kommen zwei Millionen Euro aus dem Breitbandunterstützungsprogramm des Landes für die Kärntner Kommunen - für Breitband-Masterpläne, WLAN-Hotspots, Leerrohr-Anschlussförderungen und Breitband-Sonderprojekte.

Über das EU-Förderprogramm ELER werden in den nächsten Jahren Gesamtinvestitionen in Höhe von sechs Millionen Euro in Kärnten ausgelöst. In Summe wird es in jeder Kärntner Gemeinde Projekte für schnellere Datenverbindungen geben. "Die erste Priorität haben bislang unterversorgte Gebiete, in weiterer Folge gehen wir in den breitflächigen Ausbau von Glasfaser. Wir setzen bewusst auf diese Technologie, da nur Glasfaser für künftige Bandbreiten und Anwendungen skalierbar ist", informierte die Technologiereferentin und verweist darauf, dass bei einem Datenübertragungs-Versuch in Japan ein Petabit pro Skunde über 52 Kilometer übertragen wurde.

"Das entspricht 5000 jeweils zweistündigen HD-Videos, die innerhalb von nur einer Sekunde übertragen wurden. Und Forscher sehen damit noch lange nicht die Grenze erreicht. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche schreitet voran. Nur wer sich technologisch bestens vorbereitet, kann diese Entwicklung als Chance nutzen", betonte Schaunig.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: E. Matticka/Brunner