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WIRTSCHAFT

Erstmals Wirtschaftsreferenten-Konferenz in Kärnten

27.04.2017
LR Benger: Koalition einigt sich auf Anforderungen an Bundesregierung zur Attraktivierung des Wirtschaftsstandortes: Gründergeist, Internationalisierung und Digitalisierung mit Schwerpunkt KMU als Themen der Zukunft


Klagenfurt (LPD). Erstmals findet die Konferenz aller Wirtschaftslandesräte Österreichs auf Einladung von LR Christian Benger in Kärnten statt. Schon am 4. Mai werden am Abend die Landesräte mit Staatssekretär Harald Mahrer bei einem Get-together in Millstatt mit dem Forschungsvorstand von Eco Austria zusammentreffen und die Eckdaten der derzeitigen wirtschaftlichen Situation diskutieren. Die Tagung der Landesräte beginnt dann am Freitag, 5. Mai, um 8.30 Uhr in Pörtschach.


„Wenn alle Wirtschaftslandesräte in Kärnten sind, geht es nicht nur um eine gemeinsame Position der Länder gegenüber der Bundesregierung. Es geht konkret auch um die Kärntner Anliegen und Herausforderungen, die zu bewältigen sind, damit unser Wirtschaftsstandort attraktiv ist. Wir können uns nicht abgekoppelt vom Bund sehen“, sagte Benger heute, Donnerstag. Daher habe er sich mit seinen Koalitionspartnern bereits auf Inhalte und Anforderungen der Kärntner Wirtschaft geeinigt, die am Dienstag, 2. Mai, in Form einer Resolution an die Bundesregierung in der Landesregierung beschlossen werden.


„Die Herausforderungen für einen attraktiven Wirtschaftsstandort und unser Flaggschiff Klein- und Mittelbetriebe sind klar: Gründergeist für neue Jobs, Internationalisierung für neue Märkte und Digitalisierung für neue Wege“, fasste Benger die wichtigsten Themen zusammen. Kärnten müsse den Aufwind in der Wirtschaft verstärken, die positive Stimmung unterstützen und forcieren. „Kärnten ist nicht nur Hypo, Kärnten kann mehr“, so Benger.


Der Bund habe beispielsweise seine Mittel, die für die Wirtschaftsförderung verwendet werden, zu konzentrieren und die Richtlinien seien mit den Ländern in Abstimmung zu bringen, um einen Mehrfachnutzen zu erzeugen. „Bestes Beispiel ist der Tourismus, wo wir mit ÖHT und KWF zusammengearbeitet haben, um die besten Rahmenbedingungen herzustellen. Das Ergebnis: Rekordinvestitionen in Höhe von 130 Mio. Euro durch Kärntner Tourismusunternehmer“, erinnerte Benger.


Der Gründergeist sei unter anderem damit zu entfachen, in dem vor allem die bürokratischen Hürden abgebaut werden. „Weg mit der Zettelwirtschaft, neue Betriebe schaffen neue Jobs, daher müssen wir Lust auf Gründen machen“, so Benger. Eine Grundvoraussetzung dafür sei jedoch eine unternehmerische Infrastruktur, damit auch der ländliche Raum mit seiner hohen Lebens- und Freizeitqualität von Gründungen profitiert.


Auch die Vernetzung sei ihm ein besonderes Anliegen. Benger meint damit die neuen Startups mit Querdenkern und die traditionellen Supertanker in der Wirtschaft. „Die einen haben, was die anderen brauchen. Erfahrung muss gepaart werden mit Innovation, nur so können sich moderne und traditionelle Betriebe weiter entwickeln“, erklärte Benger.


Die Internationalisierung sei zu forcieren, weil für ein Wirtschaftswachstum neue Märkte unerlässlich seien. Die Regierungen in Bund und Land hätten alles daran zu setzen, Unternehmen Mut zu machen, über die Grenzen zu gehen und sie dabei zu unterstützen – mit Know-how und/oder finanziell. Ein Erfolgsmodell, das fortzusetzen sei, sei die Exportoffensive.


Ohne Digitalisierung keine wirtschaftliche Entwicklung, das liegt laut Benger in der Hand. Hier seien vor allem die klein- und mittelständischen Betriebe zu unterstützten und es könne ebenso eine Vernetzung mit Kreativen und Startups stattfinden. „Die Jungen sind im Thema drin, die KMU in Kärnten sind auf ihr Geschäft konzentriert. Somit schaffen wir wieder Mehrfachnutzen“, wies Benger hin.


Konkret die einzelnen Punkte der Resolution, die Benger unter dem Titel „Zukunftsfitness für den Wirtschaftsstandort“ am Dienstag in die Regierung einbringt: Stärkung der Wirtschaftsbasis mit besonderem Augenmerk auf klein- und mittelständische Unternehmen und Gründer; Unterstützung bei Initiativen der Vernetzung von Leitbetrieben und KMUs; Förderung des Gründerlands Österreich – Konzentration auf Gründer aller Branchen: 2.683 Neugründungen 2016 (über alle Branchen); Internationalisierung durch Vernetzung mit potenziellen ausländischen Märkten und Unterstützung der Unternehmen in der Anbahnung und dem Auffinden neuer, ertragreicher Märkte; Ausbau notwendiger unternehmerischer Infrastruktur, im Besonderen für den ländlichen Raum in allen Bereichen; Ausbau des Stärkefeldes Kärntner KMUs im Bereich der Energie- und Umwelttechnik im Sinne einer Verstärkung des Bereiches CO2-arme Wirtschaft; Digitalisierung – Österreich als 5G Vorreiter.


Details zum Programm der Wirtschaftsreferenten-Konferenz folgen.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm