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LOKAL

Gedenken im Klagenfurter Burghof

28.04.2017
LH Kaiser sieht gerade in der heutigen Zeit Verpflichtung, auf den Terror mit System hinzuweisen


Klagenfurt (LPD). Erinnern und mahnen wollte die Plattform "Memorial Kärnten - Koroška" auch heute, Freitag, wieder bei ihrem traditionellen Gedenkgehen durch Klagenfurt, das im Burghof seinen Anfang nahm. Im Ex-Gestapo-Hauptquartier, in dem eine Gedenkstätte und eine Tafel an die Opfer der NS-Justiz erinnern, richtete sich auch Landeshauptmann Peter Kaiser an die Gäste, ehe man gemeinsam zum Landesgericht, jenem Ort an dem zur damaligen Zeit 47 Menschen zum Tode verurteilt worden waren, marschierte. Begrüßt wurden auch die Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Maria-Luise Mathiaschitz sowie der slowenische Generalkonsul Milan Predan.

"Wir gedenken hier in einer schon positiv zur Tradition gewordenen Feier jener Menschen, die ein unaussprechliches Schicksal erlitten haben, und wir tun dies an Stätten, an denen Ereignisse passiert sind, die es notwendig machen, sie auch für die Nachwelt zu erhalten", betonte Kaiser in seinen Grußworten. Was aus dieser Zeit geblieben ist, sei die Verpflichtung auf den damals geschehenen Terror mit System aufmerksam zu machen. "Es ist daher wichtig, dass solche Ge- und Bedenkfeiern und die dazugehörigen Stätten einen fixen Platz in unserem Bundeland gewinnen", so der Landeshauptmann der gerade im Hinblick auf die aktuellen Geschehnisse die Widerstandskämpferin Rosa Jochmann mit den Worten "Es darf niemals zu spät sein, zu beginnen, Widerstand zu leisten" zitierte. Kaiser rief auf: "Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg. Seien wir uns bewusst, dass wir in einer hauptsächlich positiven Zeit leben, und verteidigen wir diese. Leben wir die Demokratie!"

Rückfragehinweis: Büro LH Peter Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD/Bauer