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Regierungssitzung 2 - Wirtschaftsstandort zukunftsfit machen

02.05.2017
LR Benger: Resolution an Bundesregierung zur Attraktivierung des Wirtschaftsstandortes - Gründergeist, Internationalisierung und Digitalisierung für KMUs der Zukunft


Klagenfurt (LPD). Erstmals findet die Konferenz aller Wirtschaftslandesräte Österreichs auf Einladung von LR Christian Benger in Kärnten statt. Die Tagung der Landesräte beginnt am Freitag, 5. Mai, um 8.30 Uhr in Pörtschach mit Staatssekretär Harald Mahrer. "Wenn alle Wirtschaftslandesräte in Kärnten sind, geht es nicht nur um eine gemeinsame Position der Länder gegenüber der Bundesregierung. Es geht konkret auch um die Kärntner Anliegen und Herausforderungen, die zu bewältigen sind, damit unser Wirtschaftsstandort attraktiv ist", sagte Benger heute, Dienstag beim Pressefoyer nach der Regierungssitzung. In diesem Sinne sei heute eine Resolution an die Bundesregierung auf seine Initiative beschlossen worden.

"Die Herausforderungen für einen attraktiven Wirtschaftsstandort und unserem Flaggschiff Klein- und Mittelbetriebe sind klar: Gründergeist für neue Jobs, Internationalisierung für neue Märkte und Digitalisierung für neue Wege", fasste Benger die wichtigsten Themen zusammen. Kärnten müsse den Aufwind in der Wirtschaft verstärken, die positive Stimmung unterstützen und forcieren. "Kärnten ist nicht nur Hypo, Kärnten kann mehr", so Benger.

Der Bund habe beispielsweise seine Mittel, die für die Wirtschaftsförderung verwendet werden, zu konzentrieren und die Richtlinien seien mit den Ländern in Abstimmung zu bringen, um einen Mehrfachnutzen zu erzeugen. "Bestes Beispiel Tourismus, wo wir mit ÖHT und KWF zusammengearbeitet haben um die besten Rahmenbedingungen herzustellen. Das Ergebnis: Rekordinvestitionen in Höhe von 130 Millionen Euro durch Kärntner Tourismusunternehmer", erinnerte Benger.

Der Gründergeist sei damit zu entfachen, in dem die bürokratischen Hürden abgebaut werden. "Weg mit der Zettelwirtschaft, neue Betriebe schaffen neue Jobs, daher müssen wir Lust auf Gründen machen", so Benger. Eine Grundvoraussetzung dafür sei jedoch eine unternehmerische Infrastruktur, damit auch der ländliche Raum mit seiner hohen Lebens- und Freizeitqualität von Gründungen profitiert.

Auch die Vernetzung sei wichtig für das Bestehen traditioneller und moderner Wirtschaft. Gemeint seien Startups mit Querdenkern und die traditionellen Supertanker in der Wirtschaft. "Die einen haben, was die anderen brauchen. Erfahrung musst gepaart werden mit Innovation, nur so können sich moderne und traditionelle Betriebe weiter entwickeln", erklärte der Landesrat.

Als besondere Herausforderung für Kärnten wertete Benger den "Brain gain". Kärnten habe alles zu tun, damit junge Menschen in ihre Heimat zurückkehren und hier erfolgreich sind. Eine Initiative starte mit dem Verein "Junge Kärntner in Wien".

Die Internationalisierung sei zu forcieren, weil für ein Wirtschaftswachstum neue Märkte unerlässlich sind. Die Regierungen in Bund und Land haben alles daran zu setzen, Unternehmen Mut zu machen, über die Grenzen zu gehen und sie dabei zu unterstützen - mit Know-how und/oder finanziell. Ein Erfolgsmodell, das fortzusetzen sei, sei die Exportoffensive.

"Ohne Digitalisierung gibt es keine wirtschaftliche Entwicklung", so Benger. Hier seien vor allem die klein- und mittelständischen Betriebe zu unterstützen und es könne ebenso eine Vernetzung mit Kreativen und Startups stattfinden. "Die Jungen sind im Thema drin, die KMUs in Kärnten sind auf ihr Geschäft konzentriert. Somit schaffen wir wieder Mehrfachnutzen."

Im Anhang die Resolution im Wortlaut.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Sternig