News

LOKAL

Neues Logistikzentrum und Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes eröffnet

06.05.2017
LHStv.in Prettner: Wichtige Investition in die Zukunft des Rettungswesens


Klagenfurt (LPD). Im September 2015 erfolgte der Spatenstich für das neue Logistikzentrum und die Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes unweit des Klosters Harbach in Klagenfurt. Die neue Adresse für die Rettungsleitstelle und das Logistikzentrum - in Anlehnung an den Rot Kreuz Gründer - lautet Henry Dunant Straße 2. Heute, Samstag, wurden die neuen Räumlichkeiten im Beisein von Vertretern aus Politik und Wirtschaft, allen voran Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner, offiziell eröffnet.

"Der bewährte Einsatz für die Menschen hat jetzt ein neues Zuhause bekommen - mit dem neuen Logistikzentrum kann nicht nur das Rote Kreuz insgesamt, sondern vor allem auch die tolle Arbeit die hier geleistet wird enorm aufgewertet werden", wünschte Prettner den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund um Rot-Kreuz-Präsident Peter Ambrozy viel Erfolg.

"Wir hatten 2015 Vorsorge für die immer größer werdenden Aufgaben des Roten Kreuzes zu treffen. Das betraf zum Beispiel den Ausbau unserer Katastrophenhilfslager und auch die Pflege und Unterbringung des Blutspendebusses und des LKWs der Katastrophenhilfe unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards. Wir haben jetzt nicht nur eine technisch verbesserte Leitstelle, sondern auch ein neues Logistikzentrum", so Ambrozy. Die alte Leitstelle sei schlichtweg zu klein geworden. "Wir haben 2003, als wir die zentrale Leitstelle in Betrieb genommen haben, mit 150.000 Dispositionen pro Jahr gerechnet, schließlich waren wir bei 240.000 und hatten keine adäquaten Ruheräume, zu wenig Arbeitsplätze und auch keine Schulungsräume zu bieten. Für die bis zuletzt verwendete Technik gab es auch keine Wartungsverträge mehr", erklärte Kärntens Rot-Kreuz-Chef. Auch die Aufgaben des Fuhrparkmanagements und der Materialwirtschaft sind im letzten Jahrzehnt beträchtlich gewachsen. Das neue Gebäude trägt diesen Umständen Rechnung.

Das Logistikzentrum verfügt über eine Gesamtnutzfläche von 4.060 m2, aufgeteilt auf Lagerräume, Garagen, Büros und Leitstellenräumlichkeiten. Gebaut wurde nach höchsten ökonomischen und ökologischen Standards. Für die Katastrophenhilfslager wurde auch besonders auf kurze Wegführungen und optimale Nutzbarkeit geachtet. Statt neun Arbeitsplätzen stehen jetzt dreizehn ergonomisch höhenverstellbare Arbeitsplätze in der Rettungsleitstelle zur Verfügung - als Reaktion auf das gesteigerte Anrufaufkommen der letzten Jahre.

Sämtliche Anrufe aus ganz Kärnten -durchschnittlich 1.200 pro Tag - gehen in dieser Zentrale ein und werden im Schnitt binnen sieben Sekunden bearbeitet. Neu ist auch der Ausfallsstandort in Villach, der über eine Echtzeitspiegelung der Daten verfügt - sollte aus irgendeinem Grund die Leitstelle in Klagenfurt ausfallen, kann binnen kurzer Zeit die Arbeit in Villach aufgenommen werden. "Mit den Neuerungen, die hier getroffen wurden, kann nicht nur die Arbeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erleichtert und den Anfordernissen angepasst werden, sondern auch für die Bevölkerung wird ein noch engmaschigeres Versorgungsnetzwerk geschaffen", betonte Prettner.

Das technische Herzstück des Roten Kreuzes verfügt über eine mehrfach redundante Notstromversorgung mittels mehrerer Notstromaggregate und eine dreifache Notrufanbindung über Kabel und Richtfunk, so dass auch wenn bei Baggerarbeiten ein Kabel durchtrennt würde, der Notruf weiterhin erreichbar bliebe. Zusätzlich gibt es auch ein Satellitentelefon, damit die Telefonversorgung auch bei Blackout oder anderen Ausfällen der herkömmlichen Telekommunikationsnetze gegeben bleibt. Der Serverraum im neuen Gebäude verfügt über eine eigene Löschanlage, so dass ein Brand rasch erstickt werden kann und der Weiterbetrieb der Rettungsleitstelle in den meisten Fällen möglich ist. Alleine in die Technik der neuen Rettungsleitstelle hat das Rote Kreuz Kärnten drei Millionen Euro investiert. Insgesamt hat man rund 14 Millionen Euro in den Neubau investiert.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Leifert/Sternig
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner