News

WIRTSCHAFT

Technische Akademie St. Andrä hat "Intelligente Lernfabrik" für Industrie 4.0

11.05.2017
LHStv.in Schaunig: Kärntens gute Positionierung als Industrie- und Technologieland auf allen Ebenen weiter ausbauen


Klagenfurt (LPD). Die Technische Akademie St. Andrä baut ihr Aus- und Weiterbildungsangebot mit einer "Industrie 4.0-Lernfabrik" noch stärker in Richtung Lehre 4.0 aus. Land Kärnten und Infineon Austria sind Unterstützer dieses zukunftsträchtigen Projektes. "Kärntens gute Positionierung als Industrie- und Technologieland müssen und wollen wir auf allen Ebenen weiter ausbauen", betonte gestern, Mittwoch, Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig bei einem Besuch der Technischen Akademie in St. Andrä. Das Land fördere Aktivitäten wie die intelligente Lernfabrik in der Technischen Akademie, um einen Wissensvorsprung gerade auch in der Aus- und Weiterbildung zu generieren. Eine Erweiterung dieses Lernmodells ist von der Technischen Akademie in den nächsten Jahren geplant.

Um Industrie 4.0 im Unternehmen und vor allem in der industriellen Produktion zu etablieren, müssen Ausbildung und Qualifizierung der Fachkräfte an die neuen Anforderungen der Digitalisierung angepasst werden. Die Frage, wie in der Fabrik der Zukunft gearbeitet wird, stellt sich für Lehrlinge in der Technischen Akademie St. Andrä ab sofort nicht mehr nur theoretisch, sondern auch praktisch mittels einer hochmodernen "Industrie 4.0-Lernfabrik". Das Basismodell einer "intelligenten Fabrik im Kleinformat" ist eines der ersten dieser Art in Österreich.

Die tägliche Arbeit wird zusehends um die Zusammenarbeit vernetzter Maschinen und die Nutzung von großen Datenmengen ergänzt. "Wie schnell sich Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den digitalen Wandel einstellen, ist zukünftig wettbewerbsentscheidend", betonte Manfred Stippich, Geschäftsführer der Technischen Akademie. "Daher ist es umso wichtiger, dass wir in der Ausbildung unserer technischen Fachkräfte - sei es bei unseren Lehrlingen oder in der berufsbegleitenden Weiterbildung - schon so früh und umfangreich wie möglich ansetzen. Dem tragen wir mit der ‚Industrie 4.0-Lernfabrik‘ Rechnung", meinte er.

Infineon Austria beispielsweise profitiert von einem Wissensvorsprung. In diesem Unternehmen werden aktuell 49 Lehrlinge im Doppelberuf Elektrotechnik und Mechatronik ausgebildet. Sie absolvieren die ersten eineinhalb Jahre ihrer vierjährigen Lehrausbildung in der Technischen Akademie. "Aus- und Weiterbildung ist das Schlüsselkriterium für die Bewältigung des digitalen Wandels. Das neue Lernmodell in der Technischen Akademie unterstützt die Ziele im Rahmen unserer Lehrlingsausbildung dabei ideal. Damit werden die Fachkräfte von morgen schneller und umfassender mit den Anforderungen der Fabrik der Zukunft vertraut gemacht", hob Thomas Reisinger, Vorstand für Operations bei Infineon Austria hervor. "Wir steigen dann im Unternehmen sicher viel schneller in das Thema ein", so die Infineon-Lehrlinge Marie-Theres Staudacher und Maximilian Höhenberger, die gerade ihre Ausbildung an der Technischen Akademie absolvieren.

Beim aktuellen Modell einer intelligenten Fabrik in der Technischen Akademie handelt es sich um eine erste Ausbaustufe. Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 100.000 Euro. Das Land Kärnten hat die Anschaffung mit 20.000 Euro gefördert. Infineon Austria unterstützt das Projekt mit Weiterbildungskursen rund um die Lernfabrik für die Ausbildner der Technischen Akademie in der Höhe von 15.000 Euro.

Weitere Informationen unter www.technische-akademie.at



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Kohlweis/Böhm
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig/Bauer