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Land Kärnten erstellt einheitliche Projektmanagement-Standards und Projektdatenbank

13.05.2017
LH Kaiser: Gemeinsamer Antrag des gesamten Kollegiums in Regierungssitzung am Montag - Projektabwicklung wird noch effizienter, ressourcenschonender und transparenter



Klagenfurt (LPD). Im Amt der Kärntner Landesregierung wird intensiv an einheitlichen Projektmanagement-Standards und einer Projektdatenbank gearbeitet. In der Landesverwaltung werden laufend zahlreiche und vielfältige Vorhaben, die in den meisten Fällen eine abteilungs- und fachübergreifende Kommunikation und Zusammenarbeit notwendig machen, durchgeführt.

Unter einem Projektmanagement versteht man eine strukturierte Form der Arbeitsorganisation. Prozesse sollen demnach erst nach erfolgter Planung und Abstimmung gestartet werden. Es geht also darum, vorab in aller Klarheit festzulegen, welche Ziele und Nicht-Ziele die Projekte haben, welcher Zeitrahmen und welche Ressourcen zur Verfügung stehen und wer für was verantwortlich ist. In der Regierungssitzung am Montag wird das gesamte Regierungskollegium den Antrag auf Beschluss des Berichtes zur Einführung des einheitlichen Projektmanagements einbringen.

"Noch effizienter, ressourcenschonender und transparenter" soll die Projektabwicklung laut Landeshauptmann Peter Kaiser werden. Er dankt allen, die sich unter Federführung der Organisationseinheit "Strategische Landesentwicklung und Zukunftsfragen" mit großem Engagement am Prozess zur Einführung des einheitlichen Projektmanagements beteiligt haben. Als Bildungsreferent streicht er hervor, dass darin auch Studierende der Fachhochschule Kärnten aktiv eingebunden waren. Nunmehr lege man den Fokus auf eine kontinuierliche Betreuung der Abteilungen im Bereich des Projektmanagements und das Befüllen der Projektdatenbank. "Außerdem soll es entsprechende Schulungen und Weiterbildungen unter anderem durch die Verwaltungsakademie geben", erklärt der Personalreferent.

Im bisherigen Prozess wurden gängige Projektmanagement-Standards in der Wirtschaft sowie in ausgewählten Bundesländern analysiert, es gab Gespräche mit den zuständigen Abteilungsleiterinnen und -leitern, Workshops, einen Lehrgang an der Verwaltungsakademie und auch eine Online-Diskussion auf der Plattform "Discuto" zur Abstimmung eines Projektmanagement-Leitfadens. Erstellt wurden zudem standardisierte Vorlagen für Projektskizzen, Projektanträge, Kosten- und Zeitplanung, Projektfortschrittsberichte und Projektabschlussberichte. Studierende der Fachhochschule Kärnten bearbeiteten im Rahmen einer Lehrveranstaltung zwei Pilotprojekte aus Landesabteilungen.

Die Projektdatenbank wird von der Landesamtsdirektion und der Landes-IT erstellt. In ihr sollen alle derzeit im Land laufenden, kürzlich abgeschlossenen und zukünftigen Projekte erfasst werden. Ziel dabei ist eine transparente und übersichtliche Dokumentation der Projekte. Anhand der Daten soll ein Überblick über das Projektportfolio bzw. die Projektstruktur im Amt der Kärntner Landesregierung möglich sein.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser; Strategische Landesentwicklung, Dr. Markus Bliem (050 536 10141)
Redaktion: Markus Böhm