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"Alternativer Lebensraum" erhält Zuwachs

18.05.2017
LHStv.in Beate Prettner bewilligt weiteren "Alternativen Lebensraum" in Guttaring - Damit steigt Angebot auf 23 Träger mit 108 bewilligten Plätzen


Klagenfurt (LPD). 22 "Alternative Lebensräume" mit insgesamt 105 bewilligten Plätzen gibt es bereits in Kärnten. Nun hat LHStv.in Beate Prettner einen 23. Träger mit drei Plätzen genehmigt. "Es ist die Familie Griseldis Felsberger in Guttaring, der ab sofort die Bewilligung erteilt wurde. Ihr Bauernhof liegt idyllisch, ist bestens geeignet für einen alternativen Lebensraum und erfüllt alle strengen Auflagen", gab heute, Donnerstag, die Gesundheitsreferentin bekannt.

Ein "Alternativer Lebensraum" bietet Personen mit der Pflegestufe 0 bis 3, die nicht überwiegend auf Betreuung und Hilfe angewesen sind, eine im wahrsten Sinne "alternative" Wohnmöglichkeit. In den eigenen vier Wänden wäre für die Betroffenen ein eigenständiges Leben nicht mehr ratsam bzw. nicht mehr möglich. "Immer mehr Menschen ziehen den "Alternativen Lebensraum" einer Heimunterbringung vor. Meine Verantwortung besteht darin, ausreichend Plätze zur Verfügung zu stellen, die den hohen Anforderungen Rechnung tragen", erklärte Prettner. "Jeder Mensch hat das Recht auf ein bedürfnisorientiertes Wohn- und Betreuungsangebot. Es ist die Würde jedes Einzelnen, die es zu wahren gilt."

Die Unterbringung einer Person in einem "Alternativen Lebensraum" wird vom Land mit 62,36 Euro pro Monat finanziert. "Aktuell fließen pro Jahr knapp zwei Millionen Euro in diese Lebensraum-Projekte", so die Gesundheitsreferentin. Mit rund 200 Millionen Euro werden zudem die 76 Pflegeheime (5.670 bewilligte Plätze) finanziert.

Bekannt wurde Griseldis Felsberger als Ziegenbäuerin. Die strengen HCB-Auflagen haben sie allerdings veranlasst, ihre Ziegenhaltung aufzugeben.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger