News

LOKAL

Gemeinsamkeit sichert Bewirtschaftung

09.06.2017
LR Benger bei Viehanhänger-Übergabe an Bauerngemeinschaft der Gemeinde Trebesing – Agrarreferat übernahm 40 Prozent der Kosten


Klagenfurt (LPD). Gerade im Berggebiet ist die Bewirtschaftung nur unter großen Mühen und mit viel Aufwand möglich. „Es ist jedoch notwendig, dass die Landwirtschaft im Berggebiet aufrecht erhalten bleibt und dass die Betriebe weitergeführt werden. Sie sind verantwortlich für die Kulturlandschaft, für den Erhalt der Almwirtschaft, was allen Konsumenten, Touristen, Erholungssuchenden zu Gute kommt“, sagte heute, Freitag, Agrarlandesrat Christian Benger. Anlass war die offizielle Übergabe eines Viehanhängers an die Bauerngemeinschaft der Gemeinde Trebesing. Der Anhänger wurde mit Vizebürgermeister Gerhard Koch angekauft, entsprechend den Landesrichtlinien wird die Maßnahme mit 40 Prozent Kostenübernahme unterstützt. Konkret heißt das, dass 5.800 Euro aus dem Agrarreferat geflossen sind.


„Die Viehwirtschaft ist im Berggebiet alternativlos. Es gibt keine andere Bewirtschaftungsform in diesen Bereichen, deshalb haben wir die Gemeinschaftsinitiative unterstützt“, so Benger. Immerhin seien durch diese Bewirtschaftung der Almen, der Beweidung, nicht nur die gesunden Lebensmittel sicher gestellt. „Der gesamte Tourismus im Sommer wie im Winter lebt von der Almbewirtschaftung. Findet keine Bewirtschaftung statt, wachsen die Almen unkontrolliert zu und sind nicht mehr zu begehen“, wies Benger hin. Außerdem würden hinter der Bewirtschaftung Familien, Existenzen, Einkommen, Investitionen und damit der Erhalt der Strukturen im ländlichen Raum stehen.


Benger appellierte daher auch an alle Freizeitsportler, Wanderer und Gäste: „Beweidete Almen, Wälder, sind Betriebsgelände eines Bauern. Dort wird gearbeitet, dort hält sich Vieh auf, dort grasen Mutterkühe, die ihre Kälber verteidigen, wie es schon seit Jahrhunderten ist“, so Benger. Daher sei das richtige Verhalten auf Almen und in Wäldern unbedingt notwendig. „Die Eigentümer können nicht alles einzäunen und müssen wirtschaften können. Hausverstand, Eigenverantwortung und gegenseitiges Verständnis ist die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Gesellschaft“, sagte Benger.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm

Fotohinweis: Büro LR Benger