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Breitbandausbau: Kärnten im Spitzenfeld

10.06.2017
LHStv.in Schaunig: Versorgung ländlicher Gebiete mit schnellem Internet schreitet zügig voran - Landesunterstützung für Breitband soll 2018 verdoppelt werden


Klagenfurt (LPD). Der Anschluss bislang unversorgter Gebiete an schnelles Internet - das ist die Zielsetzung der Breitbandinitiative des Bundes. Die Evaluierung der ersten Phase 2015/2016 zeigt, dass sich Kärnten beim Lückenschluss im österreichweiten Spitzenfeld bewegt. "Demnach werden durch Projekte aus der Initiative 42 Prozent mehr Kärntner Haushalte mit schnellem Internet versorgt sein als vorher", berichtet Technologiereferentin Gaby Schaunig heute, Samstag. Kärnten liegt damit nach Tirol (fast 50 Prozent) und Vorarlberg (44 Prozent) österreichweit an dritter Stelle.

"Die Förderprogramme des Bundes wurden in Kärnten in überdurchschnittlich hohem Ausmaß abgerufen", sagt Schaunig. Aus dem Backhaul-Programm wurden 98 Prozent der Mittel abgerufen, aus dem Access-Programm (1. Call) waren es sogar 131 Prozent. Dazu kommen zwölf Projekte im Lehrrohrprogramm. "Insgesamt sprechen wir hier von Bundesmitteln in der bisherigen Höhe von 50 Millionen Euro, die für den Breitbandausbau nach Kärnten geholt werden - Tendenz steigend." Die Evaluierung der Breitbandinitiative wurde im Auftrag des Infrastrukturministeriums durch die deutsche WIK-Consult GmbH und das WIFO durchgeführt.

Während es sich bei den Projekten aus der Breitbandinitiative in erster Linie um "Fibre to the curb"-Anschlüsse ("Glasfaser bis zur Gehsteigkante", sprich zu Verteilerknoten) handelt, unterstützt das Land die Gemeinden darüber hinaus logistisch und finanziell beim Ausbau von "Fibre to the home", sprich Glasfaser bis in jeden Haushalt. Einige Gemeinden wie beispielsweise Feistritz/Gail und Feistritz/Rosental haben bereits Kanal- bzw. Straßenbauarbeiten genutzt, um Glasfaserkabel in die Haushalte zu verlegen. "Nur Glasfaser ist nach oben hin unbeschränkt skalierbar, deshalb setzen wir dort, wo wir es beeinflussen können, voll und ganz auf diese Technologie zur Versorgung des Landes mit schnellem Internet", sagt Schaunig. Das Breitbandunterstützungsprogramm des Landes ist heuer mit 1,2 Milliarden Euro dotiert, ein Großteil der Mittel wurde für mittlerweile 79 Gemeindeprojekte bereits abgerufen, davon 53 Breitband-Masterpläne, 15 WLAN Hotspots, vier Anschlussfinanzierungen zum Lehrrohrprogramm des Bundes (weitere sind in Vorbereitung) und sieben Breitband-Sondererschließungen.

2018 will Schaunig die Breitband-Unterstützung der Gemeinden verdoppeln: "Die Gemeinden kommen von der Planungs- in die Umsetzungsphase. Dabei müssen wir sie finanziell unterstützen." Zugang zu schnellem Internet sei ein "absolutes Zukunftsthema, wichtig sowohl für den Wirtschaftsstandort als auch für den Lebensraum Kärnten".


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Sternig