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Neue Wege in Kirchbach für über 100 Anrainer

12.06.2017
LR Benger eröffnete zwei neue Wege nach deren Sanierung in der Gemeinde Kirchbach – Reißkofelbad-Zubringer Grafendorf und Kattlingberg Lenzhofstraße wurden für den Verkehr freigegeben


Klagenfurt (LPD). „Die Straßen und Wege im ländlichen Raum sind Lebensadern. Arzt, Schule, Beruf, Erholung, Tourismus, Bewirtschaftung, Forst – all das funktioniert nur, wenn auch die Straßen und Wege intakt sind“, hält Agrarlandesrat Christian Benger fest. Jede Investition in den ländlichen Raum erhalte diesen als Lebens-, Siedlungs-, Arbeits- und Naturraum. Und damit die Straßen und Wege intakt sind, wird auch überall saniert und ausgebaut. So auch in der Gemeinde Kirchbach. Dort wurden am Wochenende zwei sanierte Wege gemeinsam mit den Anrainern für den Verkehr frei gegeben.

Die Generalsanierung des Reißkofelbad-Zubringers Grafendorf hat 2016 begonnen und an der Kattlingberg Lenhofstraße wurde schon seit 2011 gebaut. Dort war die Sanierung auf 5,2 Kilometern Länge auch aufwendiger. Verbreiterungen, Entwässerungen, Drainagierungen, Asphalt fräsen, Tragschicht verstärken, asphaltieren und die Felsen nahe der Straße sichern, haben die Dauer der Sanierung ausgelöst. 47 Anrainer können jetzt aber sicher zur Arbeit, zum Arzt, zur Schule, zu den zu bewirtschaftenden Flächen gelangen. Immerhin werden über diesen Weg 193 Hektar Waldfläche bewirtschaftet, geht’s auf 13 Hektar Almen und sind 36 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche zu erreichen. Die Gesamtbaukosten betrugen 1,46 Mio. Euro. Aus dem Agrarreferat wurden 70 Prozent der Kosten gefördert (über 980.000 Euro).


Der Reißkofelbad-Zubringer Grafendorf wurde auf einer Länge von 1,2 Kilometern saniert. 54 Anrainer sind betroffen. 78 Hektar Waldflächen werden über diesen Weg bewirtschaftet. Die Gesamtbaukosten betrugen 189.000 Euro für die Verstärkung der Tragschicht, die Asphaltierungen und die Fräsarbeiten. 50 Prozent der Kosten wurden aus dem Agrarreferat gefördert.


„Damit die Wege ihre Funktion erhalten und Leben, Wohnen, Arbeiten und Wirtschaften sicher gestellt sind, müssen sie saniert werden. Die Herausforderung ist groß. Immerhin umfasst das ländliche Wegenetz rund 8.600 Kilometer in Kärnten“, sagt Benger. Im Vergleich: die Landesstraßen umfassen rund 2.700 Kilometer und die Autobahnen 234 Kilometer.


Das Gesamtbudget für das ländliche Wegenetz beträgt 2017 über 10 Mio. Euro. Damit werden 18 Mio. Euro an Investitionskosten ausgelöst. „Diese Bauaufträge gehen zur Gänze in die heimische Wirtschaft. Rund 8 Mio. Euro finanzieren alleine die Anrainer und Gemeinden. Zum Vergleich: in der Stadt muss niemand zum Straßenbau dazuzahlen“, erinnert Benger. Zugleich profitieren von den Straßen und Wegen in den Tälern und Gemeinden aber auch Erholungssuchende, Wanderer und Touristen.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm

Fotohinweis: Büro LR Benger