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"Future Jobs" - Mädchen und Frauen in die Technik

14.06.2017
LHStv.in Schaunig: Mehr Mädchen für technische Bereiche sensibilisieren - Dem Mangel an Fachkräften entgegenwirken


Klagenfurt (LPD). Beim "Silicon Alps Competence Forum" im Lakeside Science und Technologiepark in Klagenfurt wurde heute, Mittwoch, über unterschiedliche Möglichkeiten bei der beruflichen Ausrichtung und der Ausgestaltung von Ausbildung und Beruf von Frauen und Mädchen im technischen Bereich diskutiert.

"Der Anteil bei Mädchen in der Technik ist zwar noch immer niedrig, aber er steigt. Seitens der Berufs- und Bildungsorientierung werden Maßnahmen gesetzt, um junge Mädchen für den technischen Bereich zu sensibilisieren", betonte LHStv.in Gaby Schaunig im Rahmen des Forums. Viele Unternehmen suchen ganz speziell mehr Mädchen. "Wünschenswert wäre es, wenn sich mehr Mädchen für technische Berufe bewerben. Die Chancen in den Lehrberufen sind im Gewerbe viel höher als in "Verwaltungstätigkeiten", so die Technologiereferentin.

Ziel des Silicon Alps Clusters ist eine deutliche Steigerung der Wahrnehmung der Branche bei jungen Talenten, um den Mangel an Fachkräften und qualifizierten Lehrlingen, insbesondere weiblichen, entgegenzuwirken.

Mathematik, Technik und Naturwissenschaften sind spannend. Der Zugang zu Naturwissenschaften muss ganz früh verbessert werden. Schaunig: "Kleine Kinder sind neugierig und fragen nach. Anstatt sie vor den Fernseher zu setzen, sollten wir uns viel mehr mit diesen Fragen auseinandersetzen". Das ist eine Aufgabe für uns alle, für die nächste Generation, darum fördert das Land auch Initiativen wie beispielsweise den "Forschungs-Kindergarten" im Lakesidepark.

Außerdem wurde eine Initiative des Landes Kärnten, der Stadt Klagenfurt sowie der Umlandgemeinden, ein "Educational Lab", errichtet. Für Kinder und Jugendliche sowie Lehrkörper wird so ein innovativer Forschungs-, Entwicklung-, Kultur-, und Bildungsstandort geschaffen. "Im Fokus stehen Experimente und Projekte, die in herkömmlichen Unterrichtsräumen nicht angeboten werden können".

Weiters hob Schaunig hervor, dass der rasche technologische und gesellschaftliche Wandel dazu führen werde, dass Aus- und Weiterbildung an Wichtigkeit gewinnen. "Digitalisierung und Industrie 4.0 stellen daher keine ‚Revolution‘, sondern mehr eine ‚Evolution‘ dar".

Sabine Herlitschka, Vorstandsdirektorin von Infineon Technology, machte bei ihrem Vortrag deutlich, dass Landesgrenzen keine Bedeutung haben. Sie sieht eine moderne angepasste Ausbildung als den Schlüssel zum Erfolg auf globalen Märkten an. Einen Einblick in ein Best Practice Projekt aus der Mechatronik und Metalltechnik, in dem technikaffinen jungen Menschen nach der Matura eine Alternative zum Studium angeboten wird, gab Helmut Röck (WKO Stmk). "An der TU Graz werden schon seit über 20 Jahren junge Frauen für Studien im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik begeistert".

Gudrun Haage vom Büro für Gleichbehandlung und Frauenförderung der TU Graz kann von vielen Erfolgen berichten. Dass die Zukunftswege für Unternehmen direkt auch Zukunftswege für junge Frauen sein können, berichtet Elke Beneke von der EB Projektmanagement GmbH, die mit ihrem Projekt "Unternehmen für Mädchen" mit zehn Partnerbetrieben aus Kärnten und der Steiermark kooperiert. Eine Filmvorführung und eine Podiumsdiskussion mit den Vortragenden rundeten die Veranstaltung ab.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Kohlweis/Brunner