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Schülerlotsentag: Ein Dankeschön mit viel Fahrtechnik

26.06.2017
LH Kaiser dankte den Jugendlichen für ihren Einsatz um die Schulwegsicherheit - Veranstaltung heuer zum ersten Mal im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum


Klagenfurt (LPD). Schülerlotsen sorgen täglich für die Sicherheit ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler am Schulweg. Mit dem Schülerlotsentag werden sie dafür jedes Jahr bedankt. Heuer fand er in seiner 51. Auflage zum ersten Mal im Fahrtechnikzentrum des ÖAMTC in Mail statt. Rund 160 Schülerinnen und Schüler aus acht Neuen Mittelschulen Kärntens nahmen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern teil. Als Beifahrer in PKW bis LKW erlebten sie, wie man kritische Verkehrssituationen meistert. Selbst lenken durften sie Rennkarts - hier ging es aber nicht um die schnellste, sondern um die fehlerfreiste Runde. Für den Sieger gab es einen Moped-Führerscheinkurs. Ein weiteres Highlight für die Jugendlichen war der eigens vorgefahrene Polizei-Porsche.

Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser erinnerte daran, dass vor genau 50 Jahren und 333 tagen der erste Schülerlotse bei der Hauptschule St. Jakob im Rosental seinen Dienst angetreten hat. "Ihr zeigt, dass auch schon junge Menschen bereit sind, für andere Verantwortung zu übernehmen, sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen", lobte Kaiser die Jugendlichen. Er dankte ihnen für ihren Einsatz, aber auch der sie ausbildenden Polizei, den Lehrerinnen und Lehrern sowie Verantwortlichen des Landesschulrates.

Der amtsführende Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger dankte ebenfalls allen für diese großartige Sozialleistung. Diesem Dank schloss sich auch Zivilschutzverbandspräsident und zweiter Landtagspräsident Rudolf Schober an. Er verwies zudem auf die Kindersicherheitsolympiade, bei der bereits den Jüngsten das Thema Sicherheit mit viel Spaß vermittelt werde. Kärnten habe kürzlich beim großen Bundesfinale mit der VS Tainach den dritten Platz geholt, berichtete Schober. Der Leiter des ÖAMTC-Fahrtechnikzentrums, Robert Pichler, gratulierte den Jugendlichen zu ihrer Tätigkeit im Sinne der Verkehrssicherheit und kündigte ihnen einen Tag voll "Fahrtechnik und Fun" an. Unter den zahlreich anwesenden Vertretern der Exekutive war der Chef der Verkehrspolizei, Oberst Adolf Winkler, vom Landesschulrat war auch Siegfried Torta anwesend.

Jährlich werden an die 200 Schulkinder von der Polizei für die verantwortungsvolle Tätigkeit des Schülerlotsendienstes neu ausgebildet. Um Schülerlotse zu werden, muss man das zwölfte Lebensjahr vollendet haben. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen der Neuen Mittelschulen. Versichert sind sie während ihrer Tätigkeit über die AUVA (Unfall) und das Land Kärnten (Haftpflicht). Seitens der Polizei gibt es beinahe in jedem Bezirk bzw. bei den Stadtpolizeikommandos Klagenfurt und Villach eigene Schülerlotsenbetreuer.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Just