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Regierungssitzung 2 - Kärntner Startups lernen Hotspot Dublin kennen

27.06.2017
LR Benger: Exportoffensive macht‘s möglich - Delegationsreise nach Dublin für Kärntner Startups nächste Woche - Irland als Brutstätte für Startups mit bis zu zehn Mio. Euro Unterstützung


Klagenfurt (LPD). Im Rahmen der Exportoffensive, die mit 500.000 Euro aus dem Wirtschafsreferat und weiteren 500.000 von der Wirtschaftskammer finanziert wird, wurde nun eine Delegationsreise speziell für Startups nach Dublin organisiert. Wirtschaftslandesrat Christian Benger berichtete darüber heute, Dienstag, in der Regierungssitzung. "Wir schaffen mehrfachen Nutzen: Wir stärken die Exportstärke des Landes, wir forcieren unseren Startup-Schwerpunkt und eröffnen unseren jungen Unternehmen die Welt", fasste Benger die Ziele zusammen. Von 5. bis 7. Juli wird sich die rund 40-köpfige Delegation in Irland aufhalten, angeführt wird sie von Benger und WKK-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner.

"Wir eröffnen unseren Startups neue Chancen in einem der aufstrebenden Hotspots der europäischen Gründerszene. Die Gründer kennen keine Grenzen, deshalb machen wir sie für sie mit diesen Reisen auf", so Benger. Mehr als 1.500 multinationale Unternehmen haben in Irland eine Produktions- oder Vertriebstochter und bilden mit irischen Firmen Cluster in den Sektoren Pharma und Biotech, Medizintechnik, Nahrungsmittel und Getränke, Finanzdienstleistungen und natürlich IKT. "Die Startup-Kultur in Irland in diesen Bereichen ist äußerst ausgeprägt. Immerhin werden den jungen Gründern in Irland rund zehn Mio. Euro zur Entwicklung von Technologielösungen zur Verfügung gestellt", wies Benger hin.

Durch Co-working Spaces, Business Incubators und Accelerators stehen den Startups Kapital und Mentoring zur Verfügung. In Dublin allein gibt es an die 1.200 Startups, über 30 Co-working Spaces, 15 Inkubatoren und acht Acceleratoren. In vielen dieser Strukturen sind auch ausländische Startups aktiv, speziell aus den USA, Deutschland, Frankreich und Italien. Zurzeit entstehen überall in Irland Business Innovation Centers, die speziell auf Startups abzielen. In Dublin gibt es sogar einen eigenen Commissioner for Startups.

Auch die in Irland ansässigen IT-Konzerne fördern die Startup-Kultur: Mit dem Dell Centre for Entrepreneurs unterstützt das Technologieunternehmen irische Startups durch Hilfe bei der Finanzierung, Mentoring und der Bereitstellung von technischer Expertise und Infrastruktur. Ebenso in Irland aktiv ist das Google for Entrepreneurs Tech Hub Network und kooperiert dabei mit dem Tech Co-working Space Dogpatch Labs in den Dublin Docklands ("Silicon Docks").

Das Reiseprogramm der Kärntner Delegation umfasst das Kennenlernen der Startup-Szene in Dublin, Gespräche mit lokalen Unternehmen, Behörden und Fachexperten, Betriebsbesuche bei IBM Ireland, Google Ireland, Microsoft Ireland sowie den Besuch des Startup-Hubs/Inkubators DEN-Dogpatch LABS - einem Startup-Hub, der sich intensiv mit der Förderung von Startups in Irland beschäftigt.

Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm