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Qualitätsschub für landwirtschaftliche Fachschule St. Andrä

30.06.2017
LR Benger: Agrarreferat fördert 197.000 Euro Investition in LFS St. Andrä – Maschinenhalle für Geräte, für Unterricht und Übungsmöglichkeiten wird errichtet – Baustart im Herbst

Klagenfurt (LPD). „Unsere landwirtschaftlichen Fachschulen zeichnen sich durch einen hohen Praxisanteil im Unterricht aus. Sie bilden junge Menschen für den Fortbestand der flächendeckenden Landwirtschaft in Kärnten aus und sichern damit die wirtschaftlichen Strukturen im ländlichen Raum“, sagte heute, Freitag, Agrarlandesrat Christian Benger. Anlass ist die Investition in der landwirtschaftlichen Fachschule St. Andrä. Dort wird mit über 197.000 Euro eine Maschinenhalle errichtet. Benger überbrachte anlässlich der Abschlussfeier und der Facharbeiterbrief-Verleihung an 42 Schüler persönlich die Förderzusage des Agrarreferates für das Projekt, das sind 78.000 Euro.


„Diese Investition in die Qualität sichert den Standort und macht die Ausbildung für junge Menschen attraktiver“, so Benger. „Damit junge, dynamische Menschen in der heutigen modernen Welt alle ihnen gestellten Aufgaben meistern, müssen ihnen neben den fachlichen Qualifikationen zahlreiche, für das Leben noch entscheidendere, Werte vermittelt werden. Das ist die Basis unserer Ausbildung“, sagte Direktor Johann Muggi.


Die Halle soll aber nicht nur Unterstellfläche für die landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte sein, die derzeit im Freien abgestellt werden müssen. Die Halle dient in Zukunft auch für den Unterricht, um Einstellarbeiten bei den Maschinen und Geräten, wie beispielsweise Abdrehproben bei Sämaschinen und Düngerstreuern, durchzuführen. Gebraucht wird zudem eine Lagermöglichkeit für die in Fertigung befindlichen Landtechnik-Projekte, die die Schüler im Unterricht herstellen. Das sind beispielsweise Maschinen und Geräte wie Kippschaufeln, Rückezangen, Ballengabeln oder Ackerschleppen. Auch Holztechnikprojekte werden von den Schülern hergestellt, wie Gartenbänke.


„Jeder Schüler in St. Andrä fertigt ein Projekt, das sind im Jahr fast 100 Stück, mit einem entsprechend großen Volumen“, beschrieb Benger den Nutzen der Halle. Auch der Waldwirtschaftsunterricht kann künftig im Trockenen durchgeführt werden, denn die Schüler müssen ihre Übungen mit der Motorsäge nun nicht mehr bei jeder Witterung im Freien absolvieren. Ebenso wird die neue Halle als Unterstand für Tiere verwendet werden, die für kurze Zeit in der Schule gehalten werden, um sie im Unterricht für Tierbeurteilungen, Referate, die Vorbereitung bei Tierschauen einzusetzen.


Die Landwirtschaftliche Fachschule St. Andrä ist spezialisiert auf die Fachbereiche Waldwirtschaft, Landwirtschaft, Landtechnik, Direktvermarktung und Holztechnik. Weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt ist der praxisorientierte Unterricht. Ebenso bekannt ist die Agrarwoche, die jedes Jahr in St. Andrä stattfindet. Der Schule ist auch ein Internat angeschlossen.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm

Fotohinweis: Büro LR Benger