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Pflegegipfel: Fachlicher Austausch auf breiter Basis zu aktuellen Themen

05.07.2017
LHStv.in Prettner: Gemeinsame Planung aller Systempartner im Bereich Pflege im Sinne einer "Zielsteuerung Soziales" soll in Kärnten umgesetzt werden


Klagenfurt (LPD). Im Bereich der Pflege stehen in Zukunft wichtige Neuerungen auf der Tagesordnung: die Heimverordnung Neu für ein Mehr an Personal in den Heimen, die Akademisierung der Pflege, die Abschaffung des Pflegeregres. Um diese und weitere Themenstellungen konsensual voranzutreiben, fand heute, Mittwoch, auf Einladung der Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner ein "Pflegegipfel" in der Kärntner Landesregierung statt. Mit am Tisch: Vertreter von Gemeinde- und Städtebund, der Gewerkschaft, der Caritas, Diakonie, AVS, Senecura und der Sozialhilfeverbände sowie die zuständigen Fachabteilungen des Landes und die Direktorin der Krankenpflegeschulen in Kärnten.

"Ich darf mich ausdrücklich bei allen Systempartnern für die konstruktive Gesprächsrunde bedanken, die in dieser Form das erste und sicher nicht letzte Mal stattgefunden hat - trotz teils sehr emotionalen Themenstellungen konnte stets sachlich und lösungsorientiert diskutiert werden", so Prettner im Anschluss an den Gipfel. Erörtert wurde neben der Causa prima - der Novelle der Kärntner Heimverordnung - ein breit gefächerter Themenkatalog: Welche Auswirkungen bringt die Abschaffung des Vermögensregresses ab Jänner 2018 für Kärnten mit sich? Wie schafft man gemeinsam eine Attraktivierung des Pflegeberufs, beispielsweise mit einer breit angelegten Imagekampagne? Wo können im Bereich der Aus- und Weiterbildung Nachschärfungen vorgenommen werden? Wie kann eine bessere Vernetzung zwischen Absolventen und Arbeitgebern stattfinden, um einerseits Nachwuchskräfte schnell in Beschäftigung zu bringen und andererseits Personalengpässen in den Heimen entgegenzuwirken? Welche Anforderungen müssen in der Pflege in den kommenden Jahren Rechnung getragen werden?

In der Abschlussrunde zu diesem ersten Pflegegipfel waren sich alle Anwesenden einig: Die Umsetzung einer "Zielsteuerung Soziales" solle rasch erfolgen, um strukturellen Herausforderungen künftig gemeinsam zu begegnen. "Für mich persönlich war diese Runde heute ein Start der Zielsteuerung in Kärnten: Wir wollen und werden uns gemeinsam den perspektivischen Herausforderungen der Zukunft zum Thema Pflege stellen und langfristige Planungen partnerschaftlich auf Basis des Bedarfs- und Entwicklungsplans bis 2030 (dieser wird gerade erstellt) durchführen", sieht Prettner das Zusammenrücken der Systempartner für den Bereich der Pflege als Gewinn für alle Beteiligten und nicht zuletzt für die pflegebedürftigen Menschen in Kärnten.

Unumstritten ist auch die Notwendigkeit, den Pflegschlüssel in Kärntens Heimen abzusenken, was mit der Novelle der Heimverordnung geschafft werden soll. "Inhaltlich sind wir uns in dieser Frage alle einig: Wir wollen mehr Personal in unseren Heimen. Eine rasche Umsetzung und Finalisierung der Verhandlungen wurde von allen Systempartnern vehement eingefordert", zeigt sich Prettner zuversichtlich eine Einigung mit Städte- und Gemeindebund erzielen zu können.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Leifert/Böhm