News

LOKAL

Industrie als Wertschöpfungsmotor unserer Volkswirtschaft

06.07.2017
LR Benger zu 70 Jahre Industriellenvereinigung: Industrie ist Wirtschafts- und Wohlstandsmotor des Landes – Konjunkturkurve zeigt nach oben, Auftragsboom in Elektro- und Elektronikindustrie


Klagenfurt (LPD). Seit 70 Jahren vertritt die Industriellenvereinigung (IV) die Interessen der Industrie in enger Abstimmung mit Politik und Verwaltung nach innen und außen. Als Servicestelle ist sie unverzichtbarer Partner für die Unternehmen. „Die Industrie steht in Kärnten für 54 Prozent der Wertschöpfung und für 45 Prozent der Beschäftigten. Die Industrie ist Wirtschafts- und Wohlstandsmotor. Wir haben von Seiten der Politik die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Betriebe arbeiten, expandieren und exportieren können und sich neue Unternehmen ansiedeln“, sagt Wirtschaftslandesrat Christian Benger anlässlich des 70-jährigen IV-Jubiläums seit der Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg.


Die IV habe sich in vielen Belangen als Partner erwiesen und bestätige den ganzheitlichen Blick immer wieder durch über die Industrie hinausreichende Projekte. „Die IV sieht immer das große Ganze. Die Industrie lebt von der Qualifizierung ihrer Mitarbeiter, der Standort Kärnten ist interessant für Betriebsansiedlungen, wenn qualifizierte Mitarbeiter vorhanden sind und wenn die Ausbildung von Kindesbeinen an gegeben ist“, nennt Benger ein Beispiel. Vom Kindergarten bis zur Uni unterstütze und initiiere die IV Projekte. Highlight sei die International School Carinthia.


Und es gibt auch einen positiven Ausblick. Die Industrie in Kärnten ist im Aufwind, Aufträge boomen. Stärkste Branchen sind die Bereiche Maschinen/Metall mit rund 8.400 Mitarbeitern, Elektro/Elektronik mit rund 4.300 Mitarbeitern, Holz mit rund 2.700 Beschäftigten und Chemie mit rund 2.900 Mitarbeitern und mit einem Produktionswert von gesamt über 5,3 Milliarden Euro.


„Die Industrie als Wertschöpfungsmotor, ihre Innovationskraft und ihre Krisenstabilität, ermöglichen eine positive Zukunftsperspektive für Kärnten. Alleine Exporterfolge, neue Technologien und die Investitionen in Bildung und Forschung und nachhaltige Umweltverantwortung schaffen Nutzen für die gesamte Bevölkerung“, so Benger. Die wirtschaftliche Realität im Jahr 2017 steht laut Benger im krassen Gegensatz zur Welt einiger Arbeitskämpfer, die dominiert wird von fehlenden Zukunftskonzepten, wie beispielsweise einer Arbeitszeitflexibilisierung.


„Wir haben daher ein positives Klima gegenüber der Industrie zu schaffen. Bei allen Umweltgedanken, die im Sinne einer Nachhaltigkeit einfließen müssen, muss wirtschaften möglich sein“, so Benger. Markanter Handlungsbedarf besteht laut Benger bei Verfahrensabwicklungen. „Jede Verschleppung, jede Nicht-Entscheidung kostet Arbeitsplätze, Wertschöpfung, Investitionen. Das Bewusstsein, wer die Arbeitsplätze und damit den Wohlstand schafft, muss wieder in den Fokus rücken. Wirtschaft ist kein Feind, Wirtschaft sorgt für Einkommen“, so Benger.


Die Konjunkturentwicklung der Kärntner Industrie zeigt deutlich nach oben. Produktionssteigerungen, mehr Mitarbeiter, steigende Aufträge vor allem aus dem Ausland kennzeichnen die derzeitige Lage. Einen wahren Auftragsboom verzeichnet die Elektro/Elektronikindustrie. Benger nennt vor allem den Export als Motor in der Wirtschaft. Immerhin werden sechs von zehn Euros durch den Export erwirtschaftet, hängen in Kärnten rund 70.000 Arbeitsplätze vom Außenhandel ab und schafft Kärnten einen Außenhandelsüberschuss von einer Milliarde Euro.


Eine große Herausforderung stelle die Digitalisierung dar. „Die Digitalisierung läuft schon seit Jahren. Computer und Roboter nehmen den Menschen die Arbeit nicht weg. Die Zahlen belegen, dass jeder Strukturwandel mehr Arbeitsplätze entstehen lässt. Sehr wohl kommt es zu einer Veränderung der Arbeitswelt und mancher Berufsbilder. Auch da haben wir von Seiten der Politik entsprechende Rahmenbedingungen in der Bildung zu schaffen“, sagt Benger. Die einzige Frage sei nur, ob Kärnten den technologischen Wandel mitgestaltet, oder nur Mitläufer ist.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm