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WIRTSCHAFT

Berg-Infrastruktur: Erstes Projekt wird auf Simonhöhe umgesetzt

09.07.2017
LR Benger: Landesregierung schuf im Winter 2016 neuen Fördertopf – Berg-infrastruktur zum Erhalt der kleinen Familienschigebiete in Kärnten


Klagenfurt (LPD). Bereits im Herbst 2016 hat das Land einen neuen Fördertopf geöffnet. Mit der Maßnahme „Berg-Infrastruktur“ sollen vor allem die Familienschigebiete in Kärnten erhalten werden. „Sie sind die Voraussetzung dafür, dass die großen Schigebiete überhaupt existieren. Denn in den kleinen Gebieten lernen die Kinder das Schifahren, die Freude am Wintersport“, begründete, heute, Sonntag, Wirtschaftsreferent LR Christian Benger die Förderaktion.


Die schneearmen Winter, die damit verbundene ausbleibende Frequenz und die steigenden Kosten durch den Schnee aus der Steckdose machen die Unterstützung notwendig. „Wir bekennen und dazu, die regionalen Schigebiete zu erhalten und zu unterstützen. Das ist eine standort- und gesellschaftspolitische Frage“, so Benger.


Das erste Projekt, das aus dem Berg-Infrastrukturtopf gefördert und umgesetzt wird, ist der Ausbau der Beschneiungsanlage Simonhöhe. „Ohne Kunstschnee geht heute einfach gar nichts. Vor allem in dieser Höhe ist man von der Schneeproduktion abhängig“, erklärte Benger. Die Simonhöhe verfügt über sieben Schlepplifte und einem Babylift und gilt als das „Einsteiger-Schigebiet“, als Ausbildungs- und Trainingsschigebiet, schlechthin. Die Simonhöhe gehört zu den Top 10 Kinderschibergen Österreichs laut der Zeitschrift „Sportaktiv“. Rund 3.000 Kinder lernen im Jahr das Schifahren. Die St. Urbaner Schilift GmbH. ist zu 93,3 Prozent im Gemeindeeigentum.


Jetzt hat man sich entschlossen, zu investieren. 136.000 Euro fließen in eine neue Beschneiungsanlage. Das Land steht mit 68.000 Euro bei. Das Schei-Wasser wird in zu errichtenden Kühltürmen auf ca. ein Grad Celsius abgekühlt. Damit kann ein längerer Beschneiungszeitraum erreicht werden sollten die Beschneiungszeiten kürzer werden, können Strom- und Personalkosten reduziert werden. Die Gemeinde rechnet mit rund. 20.000 Euro Ersparnis pro Jahr. Auch die Gemeinde Liebenfels unterstützt dieses Projekt mit 1.000 Euro.


In Summe liegen für den Berg-Infrastrukturtopf bereits zewölf Anträge vor. Die geplante Gesamtinvestition würde sich auf 4,7 Millionen Euro belaufen, wenn alle Projekte genehmigt werden können. Im Topf liegen 500.000 Euro für die Unterstützung bereit.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Zeitlinger