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"Villach on fire": Start für die "Feuerwehrolympiade"

12.07.2017
Bundespräsident Van der Bellen, LH Kaiser, LR Benger und BM Sobotka bei offizieller Eröffnung


Klagenfurt (LPD). Ganz Villach ist bis einschließlich Samstag feuerwehrolympisch - oder wie das Motto lautet "on fire". Heute, Mittwoch, wurden im Stadion Lind die 16. Internationalen Feuerwehr Wettbewerbe des Internationalen Feuerwehrverbandes CTIF und die 21. Internationale Jugendfeuerwehr Begegnung offiziell eröffnet - natürlich mit dem Einmarsch der Nationen, dem Olympischen Eid und dem Entzünden des Olympischen Feuers. Letzteres erfolgte durch Skilegende Fritz Strobl als Mitglied der FF Gerlamoos und den im Rollstuhl sitzenden Helmut Wiggisser von der FF St. Stefan bei Haimburg, der dabei aller im Einsatz verunglückter Kameradinnen und Kameraden gedachte. Über 3.000 Florianijünger aus 27 Nationen messen sich in Disziplinen wie Löschangriff oder Hindernislauf. Ein Höhepunkt wird das Hakenleitersteigen am Samstag vor der historischen Fassade des ehemaligen Parkhotels sein. Außerdem gibt es ein buntes Rahmenprogramm.

Feuerwehrreferent Landeshauptmann Peter Kaiser hieß alle herzlich in Kärnten willkommen. Er zeigte sich stolz darauf, dass der Fokus der Feuerwehrwelt auf unser Bundesland gerichtet ist. "Fühlen Sie sich daheim bei Freunden. Alles Gute und viel sportlichen Erfolg", so Kaiser.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen zeigte sich, nachdem er das Finale des 100m Hindernislaufes mitverfolgt hatte, beeindruckt von den Leistungen der Teilnehmenden. 2016 hätten 340.000 Feuerwehrleute 1,7 Millionen Einsatzstunden für die Bevölkerung in Österreich geleistet. "Ohne das Prinzip der Freiwilligkeit wäre das nicht leistbar. Danke für Ihren persönlichen Einsatz", so das Staatsoberhaupt. Van der Bellen dankte auch den Arbeitgebern, die Ausbildung und Einsätze ermöglichen - hier seien aber seitens des Gesetzgebers noch Anreize notwendig, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.

Innenminister Wolfgang Sobotka bezeichnete die Feuerwehren als wesentlich für die Sicherheitsarchitektur. Sie seien identitätsstiftend und würden die Freiwilligkeit besonders zur Schau stellen. Der Minister dankte allen Einsatzkräften und den Wettbewerbsorganisatoren.

CTIF-Präsident Tore Eriksson dankte ebenfalls allen Organisatoren. Er meinte, dass die Wettbewerbe zu Freundschaft, Zusammenleben und Frieden beitragen sollten und erinnerte daran, dass die ersten noch zu Zeiten des Eisernen Vorhanges stattfanden.

Villachs Bürgermeister Günther Albel freute sich, dass Villach Gastgeber für dieses einmalige Ereignis sein darf. Er dankte allen Organisatoren sowie den Kärntner Feuerwehren unter Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin.

Der Eröffnungsfeier sind die CTIF-Delegiertenversammlung, ein kulturelles Vorprogramm mit u.a. Militärmusik Kärnten und Eisenbahnermusikverein Stadtkapelle Villach sowie das Finale des 100m Hindernislaufes vorausgegangen. Für die Feuerwehrwettbewerbe haben sich auch zwei Kärntner Mannschaften qualifiziert, nämlich die Freiwilligen Feuerwehren Töplitsch und Puch.

Die Internationalen Feuerwehrwettkämpfe des CTIF werden seit 1961 alle vier Jahre durchgeführt, die Wettkämpfe für die Feuerwehrjugend im Zweijahresabstand. CTIF steht auf Deutsch für Internationales technisches Komitee für vorbeugenden Brandschutz und Feuerlöschwesen. Die Organisation will die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren und Rettungsdiensten auf der ganzen Welt im technischen und kameradschaftlichen Bereich fördern. Sie repräsentiert zurzeit 300.000 berufliche und etwa sechs Millionen freiwillige Kräfte in 50 Mitgliedsländern.

Bei der Eröffnung war seitens der Landesregierung auch Landesrat Christian Benger, ebenso anwesend war Diözesanbischof Alois Schwarz. Nach der Eröffnung fand im Congress Center Villach ein Empfang statt, an dem u.a. auch Landesrat Rolf Holub und Landtagspräsident Reinhart Rohr teilnahmen.

Infos unter www.villachonfire.at



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Höher