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Landeswandertag auf Lainacher Kuhalm

15.07.2017
LR Benger beim Almfest auf der Lainacher Alpe - Almwirtschaft ist Grundlage für Viehhalter und Tourismus


Klagenfurt (LPD). Der Kärntner Almwirtschaftsverein und die Agrargemeinschaft Lainach luden heute, Samstag, zum Landeswandertag auf die Lainacher Kuhalm. Unter den vielen begeisterten Wanderern war auch Agrar- und Tourismusreferent LR Christian Benger.

"Diese Alm ist eines unserer wichtigsten Aushängeschilder für die Almwirtschaft. Dank der Überzeugung des Obmannes, Hans Schilcher, wurde aus der Kuhalm ein Vorzeigebetrieb", sagte LR Benger. Der Landesalmwandertag sei als Wertschätzung gegenüber allen Almbewirtschaftern zu sehen, die unter erschwerten Bedingungen arbeiten und wirtschaften und so einen wesentlichen Beitrag für die gesamte Gesellschaft leisten. Auch dieses Bewusstsein wolle man laut Benger mit dem Wandertag stärken. "Ohne bewirtschaftete Almen kein besonderes Futter für die Viehhalter, keine Erholungsfunktion der Berge, kein Tourismus. Eine nicht bewirtschaftet Alm verkrautet und wächst zu", wies Benger hin. Daher unterstütze man die Almwirtschaft auch extra. Zusätzlich zu den jährlichen 33 Millionen Euro an Ausgleichszulage habe das Land eine Top Up-Förderung geschaffen, wonach weitere 1,5 Millionen Euro je nach Erschwernisstufe auf die Almen fließen.

Die Begrüßung und Eröffnung bei der Almkäserei übernahm Obmann Josef Obweger, die Alm stellte AG Obmann Johann Schilcher vor. Die Bergmesse bei der Alpenkapelle hielt Militärdekan Emmanuel Longin. Für die musikalische Umrahmung sorgten "Huby Mayer und Freunde", die Trachtenkapelle Rangersdorf, der Mölltaler Alphornklang, die Bläsergruppe der TK Rangersdorf, das Quintett Mölltal, Säntis Trychler - Schweizer Alpenglocken. Unter den zahlreichen Ehrengästen waren LK-Präsident Johann Mößler und Erich Schwärzler, Obmann der Almwirtschaft Österreich.

Auf der Lainacher Kuhalm entstanden in den letzten Jahren eine Sennerei, die Direktvermarktung, wurde ein Melkstand errichtet, gibt es einen Wartebereich im Stall für die Kühe, die gemolken werden und werden Kinder über das Projekt "Schule auf der Alm" informiert. Für die Produkte gab es bereits mehrfache Auszeichnungen für den Almkäse. Davor wurde die Almmilch noch mit der Seilbahn ins Tal gebracht und an die Kärntnermilch geliefert. Durch die Innovation und den Mut wird die Milch nun auf der Alm verarbeitet, die Wertschöpfung bleibt am Berg und bei den bäuerlichen Betrieben.

In Kärnten gibt es 1.852 bewirtschaftete Almen mit einer Futterfläche von fast 52.000 Hektar. 94 Prozent der Almen sind zeitgemäß erschlossen, 103 Almen sind nach wie vor nur zu Fuß, aber ohne Weg, erreichbar und 22 Almen sind nur mit einem Spezialfahrzeug erreichbar. Das gesamte Almwegenetz umfasst rund 4.000 Kilometer, jährlich werden 15 Km neu gebaut und 12 Km saniert. 3.998 Betriebe treiben 65.784 Stück Vieh auf die Almen, wo 587 Hirten arbeiten. 27 Prozent der Almen sind mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Kärnten liegt bei der Almhütten-Vermietung mit rund 550 innerhalb Österreichs am der ersten Stelle vor Tirol und der Steiermark.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Sternig
Foto: Büro LR Benger