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Ostbucht am Ossiacher See wird völlig neu inszeniert

18.07.2017

LR Benger: Neues Erlebnis am Ossiacher See – Geflutetes Bleistätter Moor - Slow Trail und Öffnung des Steinhauses für Einheimische und Gäste



Klagenfurt (LPD). Ein völlig neues Naturerlebnis entsteht jetzt in der Ostbucht des Ossiacher Sees. Durch die Sanierung des Bleistätter Moores ist nicht nur eine neue Wasserfläche entstanden. Der gesamte Bereich wird neu inszeniert, wurden Natur, Tourismus und Kultur vernetzt und damit ein neues Angebot für heimische Besucher und Gäste geschaffen. Derzeit steigt stetig der Wasserspiegel. LR Christian Benger war vor Ort, um sich vor der Eröffnung des Slow Trials von der Flutung zu überzeugen.


„Das ist Mehrfachnutzen, wie ich ihn verstehe: Eine ganze Region, Wirtschaft, Betriebe, Natur, Kultur, Gäste, Freizeitwirtschaft und Naherholung gewinnen durch dieses Gesamtprojekt. Die Sanierung hat viele Jahre beansprucht, jetzt setzen wir die nächsten Schritte für die Erlebbarkeit“, sagt LR Christian Benger. Als Tourismus, Landwirtschafts- und Kulturlandesrat hat Benger auf die Nutzung des sanierten Bleistätter Moores bestanden. Rund 11 Mio. Euro flossen in den letzten Jahren in die Sanierung, die schlussendlich die Ostbucht des Ossiachersees von der Algenplage befreien sollte. „Die Sanierung und das saubere Wasser im See waren jedoch zu wenig. Daher die Ambitionen, Tourismus und Kultur einzubinden“, so Benger.


Die Gemeinde Steindorf errichtet aus diesem Grund im Bleistätter Moor einen Slow Trail. „Slow Trails sind neue Leitprodukte, leicht begehbare Kurzwanderwege rund um die Kärntner Seenlandschaft mit besonderen Naturplätzen und Seepanoramen. Es gibt klare Kriterien, einheitliche Inszenierungen und vor allem ein ganzjähriges Seenerlebnis“, beschreibt Benger diese Infrastruktur.

Die Slow Trails seien auch als Antwort auf High Speed zu sehen, denn es gehe bei diesem Wandern nicht um schneller, höher oder weiter! Sogar die maximalen Höhenmeter sind ein Kriterium für die Umsetzung, die Gesamtläge oder die Wegbeschaffenheit. Es müsse laut Benger garantiert sein, dass der Naturgenuss im Vordergrund steht. Sitzbänke, Aussichtsplattformen, Hängematten und vieles mehr begleiten diesen Slow Trail.


Das Bleistätter Moor sowie die neue Ostbucht des Ossiacher Sees bieten sich geradezu an, um für Wanderer, Naturgenießer, Tierbeobachter inszeniert zu werden. Mehrere Strecken werden als Slow Trails durch das Gebiet führen. Und genau hier erfolgt die Vernetzung des Tourismus mit der Kultur. Seit 2016 befindet sich bereits das Tourismusbüro von Steindorf im Steinhaus. Freunde der Architektur kommen ebenso ins Haus, wie Gäste. Jeden Mittwoch wird zudem eine Führung durch die architektonische Besonderheit angeboten.


Um das Steinhaus einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde es ins Projekt Slow Trail integriert. Das Steinhaus ist der Start- und Endpunkt des See-Erlebnis-Wanderweges. Das Wegstück vom Steinhaus zur Schiffsanlegestelle soll als Teil des Slow Trails aber auch als Promenadenweg inszeniert werden. Die Fertigstellung erfolgt im Herbst 2017.


Ebenfalls im Herbst startet eine Architekturwettbewerb für die Neugestaltung der Schiffsanlegestelle, auch um das Steinhaus und den Slow Trail noch attraktiver zu machen.


„Wir wollen das Steinhaus als internationale Architekturwerkstätte positionieren mit Workshops, Symposien und Veranstaltungen, was zusätzlich zur Belebung des Sees beiträgt“, so Benger. Weiters sollten künftig auch Konzerte des Carinthischen Sommers im Steinhaus stattfinden. „Der ganze See, die gesamte Region soll von der Sanierung des Bleistätter Moores und des neu entstandenen Erholungsgebietes profitieren. Die Vernetzung gelingt, weil alle dahinterstehen“, fasst Benger zusammen. Auch die Umgebung des Steinhauses wird durch Projekte mit Unis, HTLs mit Möbeln und Installationen neu inszeniert.


Für Naherholungssuchende führt der Weg von der neu errichteten Promenade zur Schiffsanlegestelle in Steindorf und von dort über den Dammweg führt der Slow Trail ins Moor. Ornithologische wie landschaftliche Besonderheiten werden ebenso erlebbar wie die Natur am Rande des Vogelschutzgebietes Richtung Ossiach.


Mittels Schiffsverbindung ist der Rückweg gesichert. Aussichtstürme, Bänke, Infoaufsteller, Berührungspunkte direkt mit dem See und die Einbindung des Domenig Steinhaus sorgen für die Erlebbarkeit.


„Die Tourismusstrategie wird zu 100 % umgesetzt, man wird den Gästetrends gerecht und schafft trendige Infrastruktur“, fasst Benger zusammen. Die Gemeinde investiert in die Umsetzung des Slow Trails rund 187.000 Euro, das Land fördert aus dem Berg-Rad-See-Topf 50 %, also rund 93.000 Euro.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Gerlind Robitsch/kb