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Pflege: Land, KABEG und Zentralbetriebsrat unterzeichnen Vereinbarung für Verbesserungen zugunsten des Pflegedienstes in den Landesspitälern

25.07.2017
LH Kaiser, LHStv.in Prettner, LR Benger und LR Holub zu vereinbarten Maßnahmen: Deutliches Zeichen der Wertschätzung und der Bedeutung der Arbeit der Pflegerinnen und Pfleger - 200 bzw. 100 Euro mehr Gehalt im Pflegedienst und 100 Planstellen mehr


Klagenfurt (LPD). Für die Beschäftigten im Pflegedienst der Kärntner Landeskrankenhäuser gibt es mit 1. August 2017 die bereits in Verhandlungen festgelegte Gehaltserhöhung von 200 bzw. 100 Euro. Heute, Dienstag, wurde eine entsprechende Vereinbarung von Personalreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, Krankenanstaltenreferentin LHStv.in Beate Prettner, KABEG-Vorstand Arnold Gabriel und dem Obmann des KABEG-Zentralbetriebsrates, Arnold Auer, unterzeichnet und in der Sitzung der Kärntner Landesregierung einstimmig beschlossen. Darüber hinaus geht diese Vereinbarung auch auf die Neuorganisation der betroffenen Berufsbilder, die Umstellung der Ausbildungsordnung auf ein dreistufiges Kompetenzmodell, die Neustrukturierungen im Rahmen des Regionalen Strukturplans Kärnten 2020 bzw. des Kärntner Landes-Krankenanstaltenplans 2015 sowie auf Maßnahmen zur Entlastung des Pflegedienstes und Reduktion der Krankenstandsdauer im Pflegedienst ein. Für die KABEG erwächst sich durch die definierten Maßnahmen 2018 ein Mehraufwand von 14 Mio. Euro und 2019 von 15 Mio. Euro.

Landeshauptmann Kaiser sagte, dass man mit der Vereinbarung die Gehaltsstruktur im KABEG-Pflegedienst auf ein im Bundesvergleich attraktives Niveau hebe. "Nach der Verbesserung der Ärztegehälter setzen wir mit der nun deutlichen Verbesserung und Entlastung der finanziellen sowie personellen Situation der Pflegerinnen und Pfleger in unseren Landesspitäler ein deutliches Signal der Wertschätzung und der Bedeutung, die die Leistungen des Pflegepersonals für unsere solidarische Gesellschaft und für die Landespolitik hat."

Konkret gibt es laut Kaiser per 1. August für den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege (Entlohungsgruppe k3) 200 Euro zusätzlich sowie für den Sanitätshilfsdienst und Dienst der Pflegehelfer und Altenhelfer (Entlohungsgruppe k6) 100 Euro zusätzlich. "Außerdem erhöhen wir den Planstellenstand des KABEG-Pflegedienstes um insgesamt 100 Planstellen", erklärte der Landeshauptmann. Basis dafür sei der Personalstand vom 31. Dezember 2016 mit 3.001 Vollzeitkräften.

Für Prettner ist die Qualität der Pflege ein bzw. DER Eckpfeiler eines würdevollen Alterns. "Über Pflegequalität zu reden, ist das eine, Pflegequalität tatsächlich zu steigern und für die Herausforderungen der Zukunft zu sichern, ist das andere. Genau das haben wir heute getan. Und so ist es berechtigt zu sagen: Der 25. Juli 2017 ist ein hervorragender Tag für die Pflege in unserem Land", sagte die Gesundheitsreferentin.

"Es konnte eine Lösung erarbeitet werden, die für alle Beteiligten zufriedenstellend ist. Vor allem die Mitzahler, die Gemeinden, haben in Verhandlungen einen Kompromiss erreicht, dem sie mehrheitlich zustimmen konnten", spricht Landesrat Christian Benger die komplexen Verhandlungen für höhere Gehälter und mehr Personal an. Forderungen aufzustellen, sei das Eine, sie nachhaltig finanzieren zu können sei jedoch die Grundvoraussetzung für eine Umsetzung.

"Mit der heutigen Unterzeichnung zeigt die Koalition ein klares Commitment, dass sie hinter dem Pflegediensten steht. Ich möchte meine große Wertschätzung für alle Pflegebediensteten aussprechen, die zukünftig von der ausverhandelten und getroffenen Vereinbarung profitieren werden", erklärte Landesrat Rolf Holub.

Für Gabriel wird mit diesem umfassenden Paket der Grundstein für gute Qualität und gute Zusammenarbeit gelegt. Und Auer betonte: "Was lange währt, wird heute gut. Die Qualität der Pflege ist gesichert."



Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LHStv.in Prettner/LR Benger/LR Holub
Redaktion: Böhm/Schäfermeier/Grabner/Robitsch/Rauber
Fotohinweis: LPD/fritzpress