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Regierungssitzung 6 - Forschung: Land Kärnten stellt Weichen Richtung Aufstieg ins europäische Spitzenfeld

25.07.2017
Regierung traf wichtige Beschlüsse zur Forschungsstrategie 2020 - LH Kaiser, LHStv.in Schaunig: Kärnten zum modernen Forschungs- und Digitalisierungs-Musterland machen - Benger, Holub: Großer Schritt für Kärnten und für Kärntens Jugend


Klagenfurt (LPD). Kärnten hat in den letzten Jahren eine nahezu beispiellose Aufholjagd innerhalb der europäischen Forschungsregionen hingelegt. Bis in die Top 30 konnte unser Bundesland bereits vordringen, in Österreich steht Kärnten mit einer Forschungsquote von 2,8 Prozent auf Rang 4. "Kurz- bis mittelfristig wollen wir uns auf drei Prozent verbessern und im Verbund mit den Silicon Austria Labs zu den Top-5-Forschungszentren für Mikroelektronik in Europa aufsteigen", sagte Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Dienstag, im Anschluss an die Regierungssitzung. Kärnten solle in 10 bis 15 Jahren zum Vorreiter im Bereich von Digitalisierung, Forschung und Entwicklung werden.

Die Grundsatzvereinbarung über Silicon Austria, die eine herausragende Rolle Kärntens in diesem Forschungsverbund vorsieht, wurde gestern, Montag, in Wien präsentiert. "Kärntens Weg in Richtung Innovation Leader wird national und international mit großer Aufmerksamkeit verfolgt", betonte Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig, die sich in diesem Zusammenhang besonders bei der Industriellenvereinigung für die konstruktive Zusammenarbeit bei der FTI-Strategie bedankt. "Wer es schafft, Betriebe zu neuen Strategien zu ermuntern, aus deren Umsetzung marktfähige Produkte entstehen, wird Erfolg haben. In diesem Zusammenhang ist die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den innovativen Kärntner Betrieben und der Kärntner Industrie besonders wertvoll. Die Basis aber ist Förderung von Forschung, Ideen und Entwicklung", so Schaunig.

Diese Basis wurde in der heutigen Regierungssitzung mit dem Beschluss über die Finanzierung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen für die nächsten drei Jahre erneut gelegt: Für 2017 bis 2020 erhalten das Carinthian Tech Resarch CTR, die Lakeside Labs, das Joanneum Research und das Kompetenzzentrum Holz zusammen insgesamt 9,696 Millionen Euro an Basisfinanzierung.

"Damit und mit der Forschungskooperation im Rahmen von Silicon Austria nehmen wir jetzt wichtige Weichenstellungen seitens der Politik für die Zukunft Kärntens vor. In Bereichen, die in Zukunft das Leben aller Menschen noch deutlicher beeinflussen werden - Digitalisierung und Mikroelektronik - wird Kärnten dank Forschungsschwerpunkten und -kooperationen wie eben den Silicon Austria Labs als Vorreiter dabei sein. Mit Silicon Austria beispielsweise verbunden ist nicht nur kurz- und mittelfristig die Aufstockung der Forschungsarbeitsplätze am CTR von 50 auf über 150, durch den Bau des neuen Forschungszentrums profitieren auch lokale und regionale Unternehmen und Zulieferbetriebe. Vielmehr noch machen wir mit Silicon Austria eine Vision von Kärnten als DEM modernen Forschungs- und Digitalisierungs-Musterland wahr", betont Kaiser.

"Eine der Zielsetzungen der Forschungsstrategie des Landes ist die Hebelung des Mitteleinsatzes bei Teilnahme an Förderprogrammen des Bundes und der EU", erklärte Schaunig. Durch die klare Ausrichtung auf Kooperation steigen für die Kärntner Einrichtungen die Chancen auf Teilnahme an großen Förderprogrammen. "Diesen Weg sind wir mit dem Einstieg ins Joanneum Research eingeschlagen und mit der Gründung der kärntnerisch-steirischen Silicon Alps weitergegangen. Der Einstieg des CTR in die Silicon Austria Labs ist nun sozusagen ein erster Gipfelsieg. Weitere werden folgen", sind Kaiser und Schaunig überzeugt.

Landesrat Christian Benger und Landesrat Rolf Holub unterstrichen ebenfalls die enorme Bedeutung von Silicon Austria bzw. aller Forschungsinvestitionen. Dies bedeute eine Stärkung von Forschung und Entwicklung für Kärnten und sei auch ein klares Zukunftszeichen an unsere Jugend. Holub hob die gute Vernetzung mit der Bundesregierung insbesondere im Bereich der Mikroelektronik hervor und sagte, dass dadurch an die 200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Schäfermeier
Fotohinweis: LPD/fritzpress