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Nahversorger in Reichenau und Steuerberg abgesichert

27.07.2017
LR Benger: Nahversorgerförderung: 200.000 Euro aus Wirtschaftsreferat für Versorgungs-Infrastruktur im ländlichen Raum – Neu: Regionalitäts-Bonus


Klagenfurt (LPD). Schon im Vorjahr wurden mit nur 146.000 Euro aus dem Wirtschaftsreferat des Landes die Nahversorger-Infrastruktur und Arbeitsplätze gesichert. „Die Nahversorger-Förderung hat einen Mehrfachnutzen: für den Betrieb, die Mitarbeiter und die Bewohner im jeweiligen Umkreis. Nahversorger sind nicht nur Versorger, sondern immer mehr Kommunikationszentren im Ort“, bekräftigte heute, Donnerstag, Wirtschaftsreferent LR Christian Benger.


2017 wurde die Nahversorger-Förderung fortgesetzt, das Budget wurde von Benger auf 200.000 Euro aufgestockt und zusätzlich wurde ein Regionalitäts-Bonus eingeführt. Erstmals können Fleischereien und Bäckereien ansuchen. „Regional Regionales einkaufen, lautet das Motto. Wenn Nahversorger ein eigenes Regional-Regal einrichten, erhalten sie zusätzlich zur Förderung einen Bonus, wenn auch die Gemeinde dieses Vorhaben unterstützt. Von Landesseite verdoppeln wir den Gemeindebetrag bis maximal 1.000 Euro“, erklärte Benger. Das Ziel sei klar: der regionale Wirtschaftskreislauf müsse in Schwung bleiben und der Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln könne man so besser gerecht werden.


Nutzen können die Nahversorger-Förderung 2017 Nahversorger bis maximal zehn Mitarbeiter und einem maximalen Nettoumsatz von bis zu 1 Million Euro. Die 60 Nahversorger, die 2016 unterstützt wurden, weisen gemeinsam einen Nettoumsatz von 31 Millionen Euro auf.


Zwei Nahversorger im Bezirk Feldkirchen erhielten diese Woche von Benger persönlich die Zusage für die Förderung. In Reichenau investiert Ulrike Mairbrugger in ihren Sparmarkt. Der Nahversorger mit einem Vollsortiment hat sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der Nahversorgerförderung werden auch Personalkosten gefördert. Sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat auch der Sparmarkt von Barnabas Stromberger in Steuerberg. Und Stromberger setzt voll auf die Regionalität und investiert in seinen Spar rund 50.000 Euro. „Kühlregale, Böden, Feinkosttheke müssen auch bei den kleinen Nahversorgern Top sein. Daher fließen aus dem Fördertopf 5.000 Euro“, begründete Benger. Die Gemeinde mit Bürgermeister Karl Petritz unterstützt die Investition ebenso. Auch der Spar in Steuerberg hat Fullservice mit Trafik, Zeitungen Lotto und ofenfrischem Gebäck.


2016 wurden 60 Nahversorger in Kärnten unterstützt, 242 Mitarbeiter abgesichert, weil nicht nur Investitionen sondern auch Personalkosten gefördert wurden. Die jeweiligen Gemeinden haben den Landesbetrag aufgestockt, so flossen 143.000 Euro vom Land und 176.000 Euro von den Gemeinden. In Summe haben die Nahversorger 455.000 investiert.


Immer mehr Gemeinden sind dabei, einen bestehenden Nahversorger zu unterstützen bzw. wieder einen zu errichten. Jedoch sind die Kosen ein großes Problem, sodass nur durch die Unterstützung von Land und Gemeinden das Überleben gesichert werden kann. Studien der Wirtschaftskammern belegen: 99 Prozent der Bevölkerung ist die klassische Nahversorgung wieder wichtig oder sehr wichtig – und somit ist diese aus dem heutigen Wirtschaftskreislauf nicht mehr wegzudenken.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Zeitlinger

Fotohinweis: Büro LR Benger