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Kärntner Seeregionen entwickeln neues Leitprodukt

27.07.2017
LR Benger: Slow Trail am Pyramidenkogel ist Tourismusstrategie-Umsetzung – Trendiges Angebot für entspannte, leicht begehbare Kurzwanderwege entspricht Gästeverhalten, die Natur zu erleben


Klagenfurt (LPD). Im Zuge der Umsetzung der Tourismusstrategie wurde im Vorjahr von fünf Kärntner Seenregionen das Konzept Slow Trails entwickelt. Slow Trails steht für entspannte, leicht begehbare Kurzwanderwege rund um die Kärntner Seenlandschaft mit besonderen Naturplätzen und Seepanoramen. Diese Slow Trails werden nun schon an vier Kärntner Seen umgesetzt, das Land fördert die Maßnahmen aus dem Berg-Rad-See-Infrastrukturtopf für die Gemeinden. „Wir müssen Angebote entwickeln, die die höchste Konzentration südlichen Lebensgefühls erlebbar machen. Mit den Slow Trails werden wir auch dem Megatrend der Entschleunigung gerecht“, fasst Tourismuslandesrat Christian Benger heute, Donnerstag, zusammen. In den Gemeinden Velden, Finkenstein, Afritz und Steindorf entstehen bzw. entstanden diese Kurzwanderwege.


Das jüngste Projekt wird am Fuße des Pyramidenkogels realisiert. Fast 60.000 Euro investiert die Gemeinde Keutschach in den Slow Trail, 50 Prozent davon werden aus dem Berg-Rad-See-Topf des Landes als Unterstützung fließen. Der Rundwanderweg besteht bereits, muss aber adaptiert werden. Ein Schwerpunkt ist die spielerische Inszenierung des Weges mit beispielsweise Drehbalken zum Balancieren oder Würfel als Rätselspiel. „Damit sollen schon Kinder animiert werden, die Natur zu genießen, die Heimat kennen zu lernen und sich zu bewegen“, fasst Benger zusammen. Immerhin sind die Kids die Wanderer von morgen.


Der Start- und Endpunkt des Trails ist gleichzeitig ein Rastplatz. Sitzbänke werden errichtet und ein Bilderrahmen in der Landschaft vervollständigt das Motiv im Hintergrund, den Aussichtsturm. Eine eigene Aussichtsplattform am Weg wird einen einzigartigen Blick auf den Wörthersee bieten. Mobile Infopoints entsprechen den Anforderungen der Zeit. Der Weg ist leicht und für wenig geübte Wanderer begehbar. „Wir wollen, dass alle die Natur, die Landschaft und die Seen erleben können. Auch außerhalb der Hauptsaisonen und im Winter“, so Benger.


„Slow Trails sind neue Leitprodukte, leicht begehbare Kurzwanderwege rund um die Kärntner Seenlandschaft mit besonderen Naturplätzen und Seepanoramen. Es gibt klare Kriterien, einheitliche Inszenierungen und vor allem ein ganzjähriges Seenerlebnis“, beschreibt Benger diese Infrastruktur. In allen Fällen unterstützt das Land die Errichtung mit 50 Prozent der Kosten. In den konkreten Gemeinden sind es in Summe rund 230.000 Euro, die von Landesseite geflossen sind. Über 460.000 Euro betragen die Gesamtkosten in diesen Gemeinden, um die Slow Trails umzusetzen.


Die Slow Trails seien auch als Antwort auf High Speed zu sehen, denn es gehe bei diesem Wandern nicht um schneller, höher oder weiter. Es wurden klare Qualitätskriterien entwickelt und einheitliche Inszenierungselemente. Sogar die maximalen Höhenmeter sind ein Kriterium für die Umsetzung, ebenso die Gesamtläge oder die Wegbeschaffenheit. Es müsse laut Benger garantiert sein, dass der Naturgenuss im Vordergrund steht. Sitzbänke, Aussichtsplattformen, Hängematten und vieles mehr begleiten diese Slow Trails. Zudem ist neben einem entspannten Naturerlebnis das ganzjährige Seenerlebnis gesichert. „Die Gemeinde setzt ein trendiges Konzept um, das auch der einheimischen Bevölkerung zu Gute kommt, das der Tourismusstrategie entspricht und das von den Kosten her sehr überschaubar ist“, so Benger.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Böhm

Foto: Büro LR Benger