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Betriebsbesichtigung bei Maschinenfabrik Springer in Friesach

01.08.2017
LH Kaiser: Ein weltweit tätiges innovatives und erfolgreiches Unternehmen - Gedankenaustausch über die Standortpolitik


Klagenfurt (LPD). Das Familienunternehmen Springer in Friesach steht seit 1952 für die weltweit erfolgreiche Umsetzung von maßgeschneiderten Lösungen für die Holzindustrie. Die Springer Maschinenfabrik, die weltweit Maschinen und Förderanlagen für die Holzindustrie liefert, wird nun in dritter Generation von Timo und Gero Springer geführt. Insgesamt zählt die Springer Gruppe über 500 Beschäftigte. 90 Prozent der Produkte gehen in den Transport. Der Umsatz liegt bei 95 Mio. Euro.

Landeshauptmann Peter Kaiser war heute, Dienstag, zu Gast bei Springer. Beim Informationsaustausch mit Timo Springer wurde das Unternehmen mit Standorten in Österreich, Italien, Kanada, Schweden und Finnland näher vorgestellt und die wirtschaftliche Situation sowie mögliche Verbesserungen für Unternehmen besprochen. Der Landeshauptmann zeigte sich sehr beeindruckt von der Innovationskraft dieses Unternehmens und sagte im Rahmen seiner Möglichkeiten auch Unterstützung zu.

Springer betonte, dass es für die Wirtschaft wichtig sei, gute Ansprechpartner zu haben und dankte dem Landeshauptmann für sein Interesse. Kärnten sei vor allem ein Industrieland, was allgemein zu wenig bekannt sei. Umso wichtiger sei es, die Standortpolitik durch regionale und überregionale Maßnahmen zu stärken.

Springer sprach die Wichtigkeit der Bildung und Ausbildung an. Allein am Standort Friesach würden derzeit auch 26 Lehrlinge ausgebildet. Man wolle die Lehrwerkstätte weiter ausbauen und insbesondere die HTL-Absolventen mit den Schwerpunkten Maschinenbau und Mechatronik seien sehr gefragt und als Mitarbeiter willkommen, sagte Springer.

Der Landeshauptmann wies auf die Bildungslandschaft Kärntens hin, die mit der Uni und den Fachhochschulen sowie den Forschungseinrichtungen wie CTR und Lakeside Park mit Robotics Institut weiter in Richtung Zukunftstechnologien ausgebaut werde. Es gehe darum, arbeitsmarktnahe auszubilden und zugleich Forschung und Entwicklung voranzutreiben. Die Nachfrage nach Berufen mit technischen, naturwissenschaftlichen Profilen werde immer größer, auch mehr Mädchen sollten technikaffin werden.

Einig war man sich weiters, dass die Digitalisierung enorm rasch voranschreite und viele sehr einschneidende Veränderungen bringen werde. "Hier kommt eine enorme Herausforderung auf uns zu", wies Kaiser auf den großen Handlungsbedarf hin und machte auch deutlich, dass es um die Umsetzung gehe und dabei eine Art Grundsicherung und damit eine Lebensperspektive für jene nötig werde, die mit der Entwicklung nicht Schritt halten können.

Ein Problem sei die Überregulierung im In- und Ausland, machte Springer anhand von Beispielen deutlich. Der Landeshauptmann wies darauf hin, dass vieles durch zentrale EU-weite Register erleichtert werden könne. Er sagte, dass die europäische Industriepolitik ein aktuelles Thema werde, daher sollten hier Anregungen und Verbesserungen eingebracht werden. Festgestellt wurde auch, dass Betriebsvereinbarungen aufgrund von großen Schwankungen bei Produktionsauslastungen sinnvoll seien.

Der Landeshauptmann sprach bei seiner Besichtigung der Produktionsräume sowie weiterer Abteilungen - von der Entwicklung, Planung bis zum Einkauf - mit mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Am Informationsaustausch nahmen auch der Finanzchef des Unternehmens, Manuel Seiss, sowie der Bürgermeister von Friesach, Josef Kronlechner, teil.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: kb
Fotos: LPD/Just