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790 neue Warngeräte gegen Wildunfälle

02.08.2017
LR Darmann startet Sonderprojekt für weniger Wildunfälle mit dem Ausbau weiterer Warngeräte im Bezirk Völkermarkt


Klagenfurt (LPD). Gerade jetzt im August, aufgrund der Rehbrunft, steigt die Gefahr von Wildunfällen. Am häufigsten passieren Zusammenstöße mit Rehen - das bringt auch für alle Autofahrer hohe Risiken. Die Statistik "Fallwild Kärnten" zeigt eindeutig, dass der Bezirk Völkermarkt kärntenweit am häufigsten von Wildunfällen betroffen ist. "Pro Jahr ereignen sich im Bezirk rund 500 Wildunfälle. Ein Wildunfall kostet laut Versicherung durchschnittlich ca. 1.300 Euro, das ergibt eine Summe von 650.000 Euro Schaden an Volksvermögen Jahr für Jahr allein im Bezirk", erklärte heute, Mittwoch, Verkehrssicherheits- und Jagdreferent LR Gernot Darmann in einer Pressekonferenz. In ganz Kärnten wurden im Vorjahr über 2.700 Wildunfälle gemeldet. Gemeinsam mit Landesjägermeister Ferry Gorton, Bezirksjägermeister Franz Koschuttnigg, Oberstleutnant Klaus Innerwinkler (Bezirkspolizeikommandant und Straßenfallwildreferent Völkermarkt) und Josef Schnabl (Reviergestaltung und Naturschutz Kärntner Jägerschaft) startete der Landesrat daher heute, Mittwoch, ein Sonderprojekt für weniger Wildunfälle mit dem Ausbau weiterer Warngeräte im Bezirk Völkermarkt. Insgesamt 790 neue Warngeräte gegen Wildunfälle können mit dem Projekt finanziert werden, so Darmann.

"Nicht nur in Kärnten, sondern auch österreichweit sind die Wildschäden auf den Straßen ein großes Thema. Der volkswirtschaftliche Schaden liegt österreichweit mittlerweile bei 160 Millionen Euro im Jahr", berichtete Gorton. Obwohl die Abschusspläne im Bezirk Völkermarkt deutlich erhöht wurden und bereits eine dreizehn Kilometer Strecke mit Wildwarngeräten ausgestattet wurde, konnten die Fallwildzahlen nicht nachhaltig reduziert werden. "Die Jäger vor Ort sind ständig bemüht und bestrebt, sämtliche Maßnahmen zu setzen, um die Problematik einzudämmen. Mit diesem Sonderprojekt soll eine Reduktion von unter 400 Stück Fallwild pro Jahr im Bezirk erreicht werden", bekräftigten der Bezirksjägermeister und Straßenfallwildreferent Innerwinkler unisono.

Wie Darmann ausführte, konnten aus seinem Referat aus dem Verkehrssicherheitsfonds 20.000 Euro lukriert werden. Mit dem zur Verfügung gestellten Budget können optische und akustische Wildwarngeräte für eine Strecke von ca. zwölf Kilometer angeschafft werden. Realistisch sei aber eine Strecke von ca. 10,5 bis 10,8 Kilometer, denn ca. zehn Prozent der Geräte müssen auf Lager gelegt werden, um zumindest die folgenden zwei Jahre die Instandhaltung der ausgestatteten Strecken zu sichern. "Beschädigte oder abhanden gekommene Geräte müssen sofort nachgerüstet werden, um einen entsprechenden Erfolg des Einsatzes zu gewährleisten", so Schnabl.

In Summe wurden durch die Kärntner Jägerschaft kärntenweit bisher rund 131,5 Straßenkilometer mit Wildwarngeräten ausgestattet. 77 Jagdgebiete sind mit Wildwarngeräten ausgestattet. Die Projektstrecken befinden sich auch weiterhin schwerpunktmäßig in den Bezirken Klagenfurt und Völkermarkt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in diesen Bereich zum einen die Straßendichte und das Verkehrsaufkommen sehr hoch sind und zum anderen entsprechen diese Räume auch den Gebieten mit den höchsten Rehwildaufkommen in Kärnten.

Für das Sonderprojekt in Völkermarkt werden die Streckenabschnitte mit 233 Stück optisch-akustischen Geräten, 324 Stück Uni Wildwarnreflektoren weiß und 234 Stück Uni Wildwarnreflektoren blau ausgestattet sein. Akustische Geräte der Firma WIWASOL haben den Vorteil, dass sie optische und akustische Warnreize kombinieren. Dadurch kann der Geräteeinsatz kosteneffizienter erfolgen, da bei Montage eines akustischen Wildwarngerätes mit zusätzlichen LED-Effekten nun auf demselben Straßenpflock kein weiterer optischer Wildwarner angebracht werden muss.



Rückfragehinweis: Büro LR Darmann
Redaktion: Aichbichler/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Darmann