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Kärntner Seeregionen entwickeln neues Leitprodukt

02.08.2017
LR Benger: Zwei Slow Trails am Millstätter See - Trendiges Angebot für entspannte, leicht begehbare Kurzwanderwege entsprechen Gästeverhalten, die Natur zu erleben


Klagenfurt (LPD). Im Zuge der Umsetzung der Tourismusstrategie wurde im Vorjahr von fünf Kärntner Seenregionen das Konzept Slow Trails entwickelt. Slow Trails steht für entspannte, leicht begehbare Kurzwanderwege rund um die Kärntner Seenlandschaft, mit besonderen Naturplätzen und Seepanoramen. Diese Slow Trails werden nun schon an vier Kärntner Seen umgesetzt, das Land fördert die Maßnahmen aus dem Berg-Rad-See-Infrastrukturtopf für die Gemeinden. „Wir müssen Angebote entwickeln, die die höchste Konzentration südlichen Lebensgefühls erlebbar macht. Mit den Slow Trails werden wir auch dem Megatrend der Entschleunigung gerecht“, betonte, heute, Mittwoch, Tourismuslandesrat Christian Benger. In den Gemeinden Velden, Finkenstein, Afritz, Keutschach und Steindorf entstehen bzw. entstanden diese Kurzwanderwege.


Auch am Millstätter See werden nun zwei Slow Trails entstehen. Ein Kurzwanderweg wird in Millstatt, zwischen Kleindombra, Zwergsee und Millstätter Schlucht adaptiert und ein Slow Trail entsteht in der Gemeinde Ferndorf mit Blick auf den Millstätter See. „Wir wollen, dass alle die Natur, die Landschaft und die Seen erleben können. Auch außerhalb der Hauptsaisonen und im Winter“, so Benger.


Die mediterrane Vegetation und der Blick auf den See macht den Slow Trail „Zwergsee“ in Millstatt zu etwas Besonderem. Aussichtsplätze und eine Plattform werden entstehen, Info-Aufsteller dienen der Inszenierung des Weges und die Millstätter See Bänke werden aufgestellt. Rund 19.000 Euro machen die Kosten für die nötigen Arbeiten aus, aus dem Berg-Rad-See-Topf fließen 50 Prozent dieser Kosten als Förderung.


In der Gemeinde Ferndorf wird der Ausgangspunkt des Slow Trails beim Alpengasthof Bergfried am Mirnock sein. Über Almblumenwiesen geht es dann bis zu einer Hütte auf 1.300 Meter Seehöhe. Möbel zum Verweilen, eine hölzerne Plattform die einen Panoramablick auf den Millstätter See bietet, werden errichtet. Die Strecke ist einfach, besteht aus idyllisch-mediterranen Streckenabschnitten und macht entspannte Wanderungen möglich. Auch in Ferndorf betragen die Kosten rund 18.000 Euro und auch hier fließen aus dem Berg-Rad-See-Topf 50 Prozent Förderungen.


„Slow Trails sind neue Leitprodukte, leicht begehbare Kurzwanderwege rund um die Kärntner Seenlandschaft mit besonderen Naturplätzen und Seepanoramen. Es gibt klare Kriterien, einheitliche Inszenierungen und vor allem ein ganzjähriges Seenerlebnis“, beschreibt Benger die Infrastruktur. In allen Fällen unterstützt das Land die Errichtung mit 50 Prozent der Kosten. In den konkreten Gemeinden sind es in Summe rund 230.000 Euro, die von Landesseite geflossen sind. Über 460.000 Euro betragen die Gesamtkosten in diesen Gemeinden, um die Slow Trails umzusetzen.


Die Slow Trails seien auch als Antwort auf High Speed zu sehen, denn es gehe bei diesem Wandern nicht um schneller, höher oder weiter. Es wurden klare Qualitätskriterien entwickelt und einheitliche Inszenierungselemente. Sogar die maximalen Höhenmeter sind ein Kriterium für die Umsetzung, die Gesamtläge oder die Wegbeschaffenheit. Laut Benger müsse garantiert sein, dass der Naturgenuss im Vordergrund steht. Sitzbänke, Aussichtsplattformen, Hängematten und vieles mehr begleiten diesen Slow Trail. Zudem ist neben einem entspannten Naturerlebnis das ganzjährige Seenerlebnis gesichert. „Die Gemeinde setzt ein trendiges Konzept um, das auch der einheimischen Bevölkerung zu Gute kommt, das der Tourismusstrategie entspricht und das von den Kosten her sehr überschaubar ist“, so Benger.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Robitsch/Zeitlinger