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Nahversorger in St. Urban und Glödnitz abgesichert

03.08.2017
LR Benger zur Nahversorgerförderung 2017: 200.000 Euro aus Wirtschaftsreferat für Versorgungsinfrastruktur im ländlichen Raum – Neu ist Regionalitätsbonus


Klagenfurt (LPD). Wieder erhielten zwei Nahversorger im Bezirk Feldkirchen kürzlich von LR Christian Benger die Zusage für eine Förderung. In St. Urban überbrachte Benger der Spar – Wapo Handels Gmbh. 2.000 Euro. Inhaber Christopher Wadl investiert damit in einen Backofen, um den Kunden täglich frisches Gebäck bieten zu knnen. 3 Mitarbeiter hat der Spar in St. Urban. Der Nahversorger wartet mit einem Vollsortiment auf, was in der Gemeinde, die auch viele Zweitwohnsitze und Ferienwohnungen durch die nahe Simonhöhe hat, sehr wichtig ist. Zeitschriften, Tabak, Rubbellose, Marken und Zustelldienst sowie eine Lotto/Toto-Annahmestelle und das DHL-Paketservice bietet Wadl an.


Auch in Glödnitz im Gurktal besteht nach wie vor ein Nahversorger. Das Kaufhaus Nah & Frisch von Hugo Krassnitzer wurde 1954 von Hugo Krassnitzer sen. gegründet. 2 Mitarbeiter halfen bisher mit, mit der Nahversorgerförderung kann Krassnitzer eine weitere 15-Stunden-Kraft aufnehmen. 3.000 Euro fließen in Betriebsmittel und das Personal, auch die Gemeinde unterstützt das kleine Geschäft.


Schon im Vorjahr wurden mit 146.000 Euro aus dem Wirtschaftsreferat des Landes die Nahversorger-Infrastruktur und Arbeitsplätze gesichert. „Die Nahversorger-Förderung hat einen Mehrfachnutzen: für den Betrieb, die Mitarbeiter und die Bewohner im jeweiligen Umkreis. Nahversorger sind nicht nur Versorger, sondern immer mehr Kommunikationszentren im Ort“, bekräftigt LR Christian Benger.


2017 wurde die Nahversorger-Förderung fortgesetzt, das Budget hat Benger auf 200.000 Euro aufgestockt und zusätzlich wurde ein Regionalitäts-Bonus eingeführt. Erstmals können Fleischereien und Bäckereien ansuchen. „Regional Regionales einkaufen, lautet das Motto. Wenn Nahversorger ein eigenes Regional-Regal einrichten, erhalten sie zusätzlich zur Förderung einen Bonus, wenn auch die Gemeinde dieses Vorhaben unterstützt. Von Landesseite verdoppeln wir den Gemeindebetrag bis max. 1.000 Euro“, erklärt Benger. Das Ziel sei klar: der regionale Wirtschaftskreislauf müsse in Schwung bleiben und der Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln könne man so besser gerecht werden.


Nutzen können die Nahversorger-Förderung 2017 Nahversorger bis max. 10 Mitarbeiter und einem max. Nettoumsatz von bis zu 1 Mio. Euro. Als Beispiel: die 60 Nahversorger, die 2016 unterstützt wurden, weisen gemeinsam einen Nettoumsatz von 31 Mio. Euro auf.


2016 wurden 60 Nahversorger in Kärnten unterstützt, 242 Mitarbeiter abgesichert, weil nicht nur Investitionen sondern auch Personalkosten gefördert wurden. Die jeweiligen Gemeinden haben den Landesbetrag aufgestockt, so flossen 143.000 Euro vom Land und 176.000 Euro von den Gemeinden. In Summe haben die Nahversorger 455.000 investiert.


Immer mehr Gemeinden sind dabei, einen bestehenden Nahversorger zu unterstützen bzw. wieder einen zu errichten. Jedoch sind die Kosen ein großes Problem, sodass nur durch die Unterstützung von Land und Gemeinden das Überleben gesichert werden kann. Studien der Wirtschaftskammern belegen: 99 Prozent der Bevölkerung ist die klassische Nahversorgung wieder wichtig oder sehr wichtig – und somit ist diese aus dem heutigen Wirtschaftskreislauf nicht mehr wegzudenken.



Rückfragehinweis: Büro LR Benger

Redaktion: Gerlind Robitsch/kb

Fotos: Büro LR Benger