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POLITIK

Kärntner Landesorden-Vergabe wird neu geregelt

07.08.2017
LH Kaiser: Entsprechender Änderungsantrag wird in Regierungssitzung im September eingebracht


Klagenfurt (LPD). Die mediale Berichterstattung über die Landesorden-Vergabe an Peter Handke hat Landeshauptmann Peter Kaiser zum Anlass genommen heute, Montag, dazu Stellung zu nehmen
.
Wie der Landeshauptmann feststellte, geht der Beschluss der Landesregierung, dem Schriftsteller Peter Handke den Landesorden in Silber zu verleihen, auf einen Regierungsbeschluss im Jahre 1993 zurück, in dem Ehrenzeichenverleihungen genau geregelt sind. "Wir haben uns in der Regierungssitzung an die gesetzlichen Richtlinien gehalten", so Kaiser. Durch die Verleihung des silbernen Landesordens sei es nicht ausgeschlossen, dass Handke zu einem späteren Zeitpunkt auch den Goldenen Landesorden erhält. "Ich werde das Regierungskollegium auffordern, den Antrag gemeinsam einzubringen. Im Übrigen wurde der silberne Landesorden für Handke einstimmig beschlossen", betonte Kaiser.

Der Landeshauptmann weiß um die Bedeutung der literarischen Leistungen Handkes ebenso wie jener vieler anderen großartigen Kärntner Kunst- und Kulturschaffenden für Kärnten und ist sich dieser Bedeutung auch für das Bundesland Kärnten genau bewusst. Dass der goldene Landesorden bisher üblicherweise Politikern vorbehalten war, sei laut Kaiser ein Versäumnis der Vergangenheit. "Wir waren bis dato mit dem Aufräumen von noch größeren Problemfeldern beschäftigt, so dass die Richtlinien zur Ordensverleihung bis dato nicht oberste Priorität genossen. Schritt für Schritt bringen wir Kärnten wieder voran. Dafür werde man nun auch im Bereich der Verleihung von Landesauszeichnungen Sorge tragen", so der Landeshauptmann.

Von seiner Seite wurde bereits der Auftrag erteilt, eine Evaluierung der heute nicht mehr zeitgemäßen Richtlinien und Bestimmungen über die Ordensvergabe durchzuführen und dabei auch die Ordensverleihungen in anderen Bundesländern sich genau anzuschauen, so Kaiser. Sobald der dementsprechende Änderungsakt verfasst sei, werde er dem Regierungskollegium in einer Sitzung im September vorgelegt werden.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger