News

LOKAL

Nahversorger in Reichenfels abgesichert

18.08.2017
LR Benger: Nahversorgerförderung 2017 - 200.000 Euro für Versorgungsinfrastruktur im ländlichen Raum - Neu: Regionalitäts-Bonus


Klagenfurt (LPD). Wieder erhielten ein Nahversorger im Bezirk Wolfsberg kürzlich von LR Christian Benger die Zusage für eine Förderung. In Reichenfels überbrachte Benger dem ADEG Theißenbacher 3.500 Euro. Inhaber Harald Theißenbacher investiert damit in die technische Ausstattung, wie dem Netzwerk für die neuen Kassen und in Sanierungsarbeiten. Drei Mitarbeiter hat der ADEG in Reichenfels.

Jüngst erhielt der Nahversorger ADEG Kaufhaus Kampl in Ettendorf bei Lavamünd von LR Benger die Förderzusage persönlich. 2.500 Euro fließen aus dem Referat von Benger und die Gemeinde stockt den Betrag noch auf. Franz Kampl investiert in eine neue Kühltechnik im Markt. Vier Mitarbeiter beschäftigt der ADEG in Ettendorf. Der kleine Ort liegt am Fuße der Soboth und für die Menschen vor Ort ist der ADEG Grundlegend für die Versorgung. "Wir müssen froh sein, dass es Betreiber gibt, die an "ihren" Nahversorger glauben und die Funktion noch über das Geschäft stellen. Daher unterstützen wir diese Unternehmen", sagt Benger vor Ort.

Schon im Vorjahr wurden mit 146.000 Euro aus dem Wirtschaftsreferat des Landes die Nahversorger-Infrastruktur und Arbeitsplätze gesichert. "Die Nahversorger-Förderung hat einen Mehrfachnutzen: für den Betrieb, die Mitarbeiter und die Bewohner im jeweiligen Umkreis. Nahversorger sind nicht nur Versorger, sondern immer mehr Kommunikationszentren im Ort", bekräftigt Benger.

2017 wurde die Nahversorger-Förderung fortgesetzt, das Budget hat Benger auf 200.000 Euro aufgestockt und zusätzlich wurde ein Regionalitäts-Bonus eingeführt. Erstmals können Fleischereien und Bäckereien ansuchen. "Regional Regionales einkaufen", lautet das Motto. Wenn Nahversorger ein eigenes Regional-Regal einrichten, erhalten sie zusätzlich zur Förderung einen Bonus, wenn auch die Gemeinde dieses Vorhaben unterstützt. Von Landesseite verdoppeln wir den Gemeindebetrag bis max. 1.000 Euro", erklärt Benger. Das Ziel sei klar: der regionale Wirtschaftskreislauf müsse in Schwung bleiben und der Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln könne man so besser gerecht werden.

Nutzen können die Nahversorger-Förderung 2017 Nahversorger bis max. 10 Mitarbeiter und einem max. Nettoumsatz von bis zu 1 Mio. Euro. Als Beispiel: die 60 Nahversorger, die 2016 unterstützt wurden, weisen gemeinsam einen Nettoumsatz von 31 Mio. Euro auf.

2016 wurden 60 Nahversorger in Kärnten unterstützt, 242 Mitarbeiter abgesichert, weil nicht nur Investitionen sondern auch Personalkosten gefördert wurden. Die jeweiligen Gemeinden haben den Landesbetrag aufgestockt, so flossen 143.000 Euro vom Land und 176.000 Euro von den Gemeinden. In Summe haben die Nahversorger 455.000 investiert.

Immer mehr Gemeinden sind dabei, einen bestehenden Nahversorger zu unterstützen bzw. wieder einen zu errichten. Jedoch sind die Kosen ein großes Problem, sodass nur durch die Unterstützung von Land und Gemeinden das Überleben gesichert werden kann. Studien der Wirtschaftskammern belegen: 99 Prozent der Bevölkerung ist die klassische Nahversorgung wieder wichtig oder sehr wichtig - und somit ist diese aus dem heutigen Wirtschaftskreislauf nicht mehr wegzudenken.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Gerlind Robitsch/kb
Foto: Büro LR Benger