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Bodenprobenaktion für Landwirte startet im September

26.08.2017
LR Benger: Agrarreferat unterstützt auch heuer wieder die Untersuchung von Böden landwirtschaftlicher Flächen - Bodenproben sind Basis für Düngeempfehlungen


Klagenfurt (LPD). "Der Boden ist der wichtigste Nährstoff- und Wasserspeicher unserer Kulturpflanzen. Daher ist besonders wichtig, dass unsere Landwirte genau über den Nährstoffgehalt Bescheid wissen. Nur so können sie die richtigen Entscheidungen für die Düngung treffen" erklärte heute, Samstag, Agrarreferent LR Christian Benger die Unterstützung heimischer Landwirte bei der Durchführung von Bodenproben. Er habe deshalb auch heuer wieder die Bodenprobeaktion seitens des Agrarreferats ins Leben gerufen, die gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer und den Kärntner Lagerhäusern durchgeführt werde.

"Durch die Analyse der Bodenproben kann der Nährstoffgehalt der Flächen festgestellt werden. Nur durch diese Ergebnisse können unsere Landwirte eine Entscheidung über die richtige Düngemenge in den nächsten fünf Jahren für ihre Äcker und Wiesen treffen", führte der Agrarreferent aus. Es gehe darum, gezielt zu wissen, wo wie viel gedüngt werden müsse und welche Nährstoffe der Boden konkret brauche. "Mit diesem Wissen können Düngemittel viel sparsamer, zielgerichteter und kleinflächiger angewendet werden, was den Landwirten und der Umwelt nutzt", so Benger. Die Aktion liefere den Landwirten eine wichtige Entscheidungshilfe für die naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen.

Konkret wird je Antragsteller die Untersuchung von zwei Bodenproben auf den pH-Wert sowie auf den Phosphor-, Kali-, Magnesium- und Humusgehalt kostenfrei übernommen. "Mit dem Wissen über diese Werte kann die Leistungsfähigkeit des Bodens beurteilt werden und sind zielgerichtet Maßnahmen wie Düngung und Bodenbearbeitung durchführbar", sagte Benger. An der Aktion interessierte Landwirte könnten sich direkt bei der Landwirtschaftskammer Kärnten melden. Das Referat für pflanzliche Produktion koordiniere die Aktion. Wichtig sei jedenfalls die fachgerechte Entnahme der Proben durch den Landwirt selbst. Hierfür gäbe es eigenes Zubehör - zu beziehen in den Lagerhäusern und bei der Landwirtschaftskammer. Die Aktion endet mit 10. November 2017.

"Landwirtschaftliche Produktion funktioniert langfristig nur mit intakten natürlichen Grundlagen. Verantwortungsvoller Umgang mit dem Boden bedeutet neben Kostenersparnis für den landwirtschaftlichen Betrieb vor allem auch eine nachhaltige Verbesserung der Kärntner Ertragslage und bessere Qualität der Pflanzen. So tragen wir mit der Aktion dazu bei, dass mehr heimische Rohstoffe und Lebensmittel von höchster Qualität produziert und angeboten werden " betonte Benger, der einmal mehr die Wichtigkeit der Regionalität bei der Verwendung von Lebensmitteln hervorhob.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Plessin/Sternig