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Bildung: Zukunftsweisende Beschlüsse in nächster Sitzung der Kärntner Landesregierung

09.09.2017
LH Kaiser: Land Kärnten stimmt Bildungsreformgesetz zu - Beschluss einer 15a-Vereinbarung zur Erwachsenenbildung


Klagenfurt (LPD). Das Thema Bildung stellt einen wesentlichen Schwerpunkt in der nächsten Sitzung der Kärntner Landesregierung am Dienstag dar. Wie Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Samstag, ankündigt, wird das Land Kärnten dem im Juni vom Nationalrat beschlossenen Bildungsreformgesetz 2017 ausdrücklich zustimmen. Außerdem soll eine 15a-Vereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern zur Finanzierung von Maßnahmen in der Erwachsenenbildung beschlossen werden.

"Bildung ist nicht nur der Schlüssel für das erfolgreiche Vorankommen jeder und jedes Einzelnen, sondern unserer gesamten Gesellschaft", betont Kaiser. In Kärnten setze man daher konkrete Schwerpunkte von den Kleinsten bis hin zu den Erwachsenen, also von der Elementarpädagogik bis eben zur Erwachsenenbildung. Der Landeshauptmann begrüßt daher auch die neuen pädagogischen, organisatorischen und strukturellen Möglichkeiten, die sich durch die Bildungsreform ergeben.

Kern der Bildungsreform ist für Kaiser der Ausbau der Schulautonomie. "Dadurch kann die Ausrichtung des jeweiligen Bildungsangebotes auf die spezifische Bedarfslage einer Region und das pädagogische Konzept des einzelnen Schulstandortes bestmöglich erfolgen", erklärt er. Positiv sieht er auch die Möglichkeit des "Clusterns" von Schulen, bis zu acht Schulstandorte in geographisch benachbarter Lage werden sich zusammenschließen können. Wesentlich sei zudem die Einrichtung einer Bildungsdirektion in jedem Bundesland, welche die dort bestehenden Landesschulräte und Schulabteilungen in den Landesregierungen ablösen werde.

Bei der zu beschließenden 15a-Vereinbarung zur Erwachsenenbildung geht es konkret um die Fortsetzung eines erfolgreichen Förderprogrammes in den Jahren 2018 bis 2021. In diesem Zeitraum soll circa 27.000 Personen die Möglichkeit geboten werden, unentgeltlich an Bildungsmaßnahmen in den Bereichen Basisbildung und Nachholen des Pflichtschulabschlusses teilzunehmen. "Wir wollen Menschen ohne ausreichende Mindestqualifikation bessere Zugangschancen zum Arbeitsmarkt eröffnen", erklärt Kaiser. Für das gesamte Förderprogramm stehen im genannten Zeitraum 4,2 Mio. Euro zur Verfügung. Davon Landes- und Bundesmittel in der Höhe von jeweils 1,44 Mio. Euro und Mittel des Europäischen Sozialfonds in der Höhe von rund 1,3 Mio. Euro.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm