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Regierungssitzung 2 - Stiegerhof-Sanierung: Investition in die Zukunft

12.09.2017
LR Benger: Grundsatzbeschluss für Generalsanierung der Landw. Fachschule Stiegerhof gefasst - Kooperation Pferdewirtschaft und Tourismusschule geht auf
Klagenfurt (LPD). Investitionen in die Landwirtschaftlichen Fachschulen sind Investitionen in die Zukunft und in den ländlichen Raum. Ausbildung, die Weiterführung der Betriebe und eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Kulturlandschaft sind damit gesichert", sagte LR Christian Benger heute, Dienstag, nach der Regierungssitzung. In dieser wurde der Grundsatzbeschluss gefasst für die Generalsanierung der Landwirtschaftlichen Fachschule Stiegerhof bei Villach. Die letzte Investition in das Schulgut war im Jahr 2008, als 6 Internats-Zimmer dazu gebaut wurden. Aber in die Substanz wurde über Jahrzehnte nicht investiert.

Sämtliche Gebäude, sanitäre Einrichtungen sind zu sanieren und zu erneuern, eine zeitgemäße Ausstattung ist in allen Bereichen dringend nötig, die Wirtschaftsgebäude, Werkstätten und Ställe sind ebenfalls zu adaptieren. Schon alleine, um die Tierschutzrichtlinien einhalten zu können. Ist alles auf neuestem Stand, werden rund 17 Mio. Euro verbaut sein. Die Investition ist auf Jahre gerechnet.

Am Stiegerhof gibt es den Schwerpunkt Pferdewirtschaft und mit dem Start des neuen Schuljahres auch die Kooperation mit der Kärntner Tourismusschule. 23 Schüler haben gestern mit diesem neuen Zweig begonnen. Unterrichtet wird am Stiegerhof theoretisch und praktisch alles rund ums Pferd, von der Basisnutzung in der Landwirtschaft bis hin zum therapeutischen Reiten und den Tourismus.

"Gerade im ländlichen Raum sind Landwirtschaft und Tourismus die tragenden Säulen. Sie sind die Einkommensschwerpunkte in den Tälern und Regionen. Im Tourismus liegt das Naturerlebnis im Trend auch zu Pferde. Mit dieser Investition sichern wir die Wirtschaft im ländlichen Raum ab", so Benger. Immerhin verfüge Kärnten über ein Reitwegenetz von 1.500 Kilometer.

Insgesamt werden in die Landwirtschaftlichen Fachschulen bis 2027 rund 37 Mio. Euro investiert werden. So steht der Ausbau vom Litzlhof in Lendorf an, die jährliche Einsparung durch die Schließung von Drauhofen macht über 640.000 Euro aus. Mit den Zusammenlegungen von Althofen und Hunnenbrunn sowie Eberndorf und Goldbrunnhof macht die Ersparnis pro Jahr weit über 1 Mio. Euro aus.

"Wir sind mit unserem Standortekonzept und den Investitionen am richtigen Weg, das belegt auch der Rechnungshof. Die Schaffung von Bildungszentren und die Schwerpunkte an den Standorten schaffen ein attraktives Bildungsangebot", erklärt Benger. Natürlich regt der Rechnungshof weitere Zusammenlegungen an. "Aber ohne die Betroffenen vor Ort passiert gar nichts. Litzlhof ist ein Musterbeispiel, wie man so etwas macht und dass das nicht über Nach geht. Es geht um Menschen, es geht um Verträge und Verpflichtungen", so Benger.

Weitere Anregungen des Rechnungshofes zu den Landwirtschaftlichen Fachschulen in Kärnten sind die Sanierung der Internate, um eine zeitgemäße Ausstattung zu schaffen, die Verlegung der Floristen-Ausbildung von Spittal nach Ehrental/Klagenfurt und die Bündelung der Verwaltung im Agrarkompetenzzentrum des Landes, wo die fachliche Kompetenz mit der organisatorischen und strategischen Steuerung zusammenfällt.

1.285 Schülerinnen und Schüler haben gestern, Montag, in den Landwirtschaftlichen Fachschulen begonnen, erfahrungsgemäß werden es in den ersten paar Wochen noch mehr. 154 Lehrer, das sind um drei weniger als im Vorjahr, unterrichten und 75 Mitarbeiter sind für die Führung und Betreuung der landwirtschaftlichen Güter zuständig.




Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Brunner
12. September 2017
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