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L 29 Guggenberger Straße: Eine Million Euro für Sofortmaßnahmen

13.09.2017
LH Kaiser, LHStv.in Schaunig, LR Darmann, LR Benger und LR Köfer bei Rundem Tisch - Katastrophenschäden erfordern geeintes Handeln - Gemeinsames Bekenntnis zu praktikabler Lösung im Sinne der Region und zahlreichen Betroffenen


Klagenfurt (LPD). Mit einem positiven Ergebnis und einem gemeinsamen Bekenntnis zu einer Lösung im Sinne der Betroffenen endete heute, Mittwoch, der von Straßenbaulandesrat Gerhard Köfer einberufene Gipfel zur L 29 Guggenberger Straße. Seitens des Regierungskollegiums haben daran auch Landeshauptmann Peter Kaiser, Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig, Landesrat Gernot Darmann und Agrarlandesrat Christian Benger teilgenommen. Von der Finanzreferentin werden die notwendigen Mittel in Höhe von einer Million Euro den zuständigen Referenten freigegeben. Köfer teilt zudem mit, dass gleichzeitig über eine alternative Variante über einen privaten Forstweg diskutiert wird.

"Wir bemühen uns um eine gemeinsame, schnelle Lösung im Sinne aller Betroffenen und Beteiligten. Es werden Alternativlösungen abgewogen und es soll eine gute, wirtschaftliche Lösung werden. Dann sind rasch die notwendigen Maßnahmen für einen Regierungsbeschluss zu setzen", erklärt der Landeshauptmann.

Auch laut Benger haben sich alle Beteiligten des Runden Tisches auf eine Variantenstudie geeinigt. Diese solle klären, welche Variante für den Schadholzabtransport nachhaltig machbar und finanzierbar sei. Dafür stelle er die Experten der Forstabteilung und der Agrarabteilung zur Verfügung. "Wir stehen mit dem Agrarbauhof längst parat", bekräftigt der Agrarreferent. "Als Forstexperte weiß ich, was bei einer weiteren Verzögerung droht: noch mehr Wertverlust beim Holz und der Käfer im Frühjahr. Erfahrungsgemäß verdoppelt sich die Schadholzmenge noch durch den Käfer und weitere Windwürfe, weil die Stabilität des Waldes ja nicht mehr gegeben ist. Jede Verzögerung geht zu Lasten der ganzen Region", weist Benger hin.

"Wir warten jetzt die Expertise des Sachverständigen ab, dann können wir weitere Schritte einleiten. Die Expertise soll nächste Woche vorliegen", so Köfer, der es als überaus positiv erachtet, dass alle Regierungsmitglieder und die Vertreter der Region an einem Strang ziehen. Zum weiteren Zeitplan hält Köfer fest, dass nach erfolgter Ausschreibung noch Ende Oktober mit den Baumaßnahmen begonnen werden soll. "Meine Zielsetzung ist es, dass wir noch heuer zu bauen beginnen. Wir sind aber auch bei diesem Projekt an rechtliche Rahmenbedingungen und Vorgaben gebunden, an die wir uns halten müssen."

Der Schaden für die betroffenen Waldbesitzer sei enorm hoch und es bedürfe umgehend einer Aufarbeitung bzw. Entsorgung des Windbruches, um weitere Folgeschäden wie einen Borkenkäferbefall und die Verblauung des Holzes zu vermeiden. "Alle Teilnehmer am heutigen Gipfel haben diesen Sachverhalt in dieser Art und Weise anerkannt und sind bereit, an der Aufarbeitung der Katastrophe positiv und engagiert mitzuarbeiten", so Köfer.



Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR Benger/LR Köfer
Redaktion: Penz/Robitsch/Böhm
Fotohinweis (Windwurf am Guggenberg): Büro LR Benger